27. Juli 2021 / Aktuell

Stadt trauert um ehemaligen Beigeordneten

Stefan Dörhoff im Alter von 86 Jahren verstorben

Stefan Dörhoff und Andreas Sunder

Diszipliniert, immer sachlich und kompetent, dennoch nahbar und menschlich – das hat Stefan Dörhoff ausgezeichnet. Am Donnerstag ist der ehemalige Beigeordnete der Stadt Rietberg verstorben. Er wurde 86 Jahre alt. Die Stadt Rietberg trauert nicht nur um ihren ehemaligen Mitarbeiter, der 45 Jahre lang im Dienst der Stadtverwaltung gestanden hat, sondern auch um einen Menschen, der sich vielfältig im Ehrenamt engagiert hat.

Im April 1954 kam Stefan Dörhoff als Verwaltungslehrling zur damaligen Amtsverwaltung Rietberg. Nach der Lehre und einigen Jahren Berufserfahrung übernahm Dörhoff schon früh Verantwortung als Abteilungsleiter, unter anderem an der Spitze des Bauverwaltungsamts oder des Haupt- und Personalamts. 1985 wurde er erstmals zum Beigeordneten, Kämmerer und allgemeinen Vertreter des Stadtdirektors gewählt. Damals gab es noch eine Doppelspitze aus Bürgermeister Hubert Deittert und Stadtdirektor Wolfgang Schwade. Stefan Dörhoff wurde nach einer ersten Amtszeit wiedergewählt, und zwar im Dezember 1992. Bis zu seinem Eintritt in den Ruhestand, 1999, bekleidete er das Amt des Beigeordneten. Zwei Jahre davon arbeitete er mit dem ehemaligen Bürgermeister André Kuper zusammen. Viele wegweisende Entscheidungen und große Projekte fielen in die Amtszeit des Verstorbenen, unter anderem große Flurbereinigungsverfahren, der Neubau von Grundschulen, einer neuen Hauptschule in Neuenkirchen oder auch die 700-Jahr-Feier der Stadt Rietberg im Jahr 1989.

Sein Engagement für die Stadt Rietberg war mit dem Eintritt in den Ruhestand allerdings nicht beendet. „Unruhestand“ trifft es sicherlich besser. Denn Stefan Dörhoff rührte in vielen verschiedenen Töpfen. Unter anderem bekleidete er viele Jahre den Posten des Vorsitzenden beziehungsweise des stellvertretenden Vorsitzenden beim Ortsverein Rietberg des Deutschen Roten Kreuzes (DRK). 2006 wurde er zum DRK-Ehrenvorsitzenden ernannt. Auch die Partnerschaftskomitees Ribérac und Glogówek konnten auf ihn zählen: Hier war er von 1983 bis 1992 Vorstandsmitglied (Ribérac) und von 1999 bis 2003 Vorsitzender (Glogówek). Der Schützengilde in Rietberg hielt er ebenfalls die Treue, zehn Jahre lang war er stellvertretender Brudermeister und im Vorstand aktiv. Darüber hinaus leitete Stefan Dörhoff drei Jahre lang die Geschicke als Geschäftsführer der Bürgerstiftung Rietberg (2005 bis 2008). Im Jahr 2009 verlieh ihm der Stadtrat die Verdienstmedaille der Stadt Rietberg.

„Ich habe Stefan Dörhoff sehr geschätzt. Er hat viele Jahrzehnte lang quasi zum Stadtbild dazugehört. Ich habe immer bewundert, wie vielfältig er sich hier vor Ort für die Menschen und unsere Stadt engagiert hat. Gerne denke ich auch an die vielen Pensionärsfeiern der Stadt Rietberg zurück. Stefan Dörhoff war Stammgast. Ich habe ihn viele Jahre lang zu diesem Anlass begrüßen dürfen. Bis ins hohe Alter hat er immer interessiert verfolgt, was in Rietberg passiert“, sagt Bürgermeister Andreas Sunder. Sein Mitgefühl gilt der Ehefrau des Verstorbenen und seinen beiden erwachsenen Kindern.

BU: Immer interessiert am Geschehen in der Stadt, auch im Seniorenalter: Der ehemalige Beigeordnete der Stadt Rietberg, Stefan Dörhoff, ist verstorben. Das Foto zeigt ihn mit Bürgermeister Andreas Sunder (rechts im Bild). Quelle und Foto: Stadt Rietberg

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