28. November 2020 / Allgemeines

209 Maßnahmen für die Radwege im Kreis Gütersloh

Alltagsradwegekonzept für mehr Sicherheit

572 Kilometer Strecke, 94 Verbindungspunkte und 209 einzelne Baumaßnahmen – das sind die Eckdaten des Alltagsradwegekonzepts für den Kreis Gütersloh. Mit dem Alltagsradwegekonzept hat die Koordinierungsstelle Energie und Klima ein zentrales Projekt der Mobilitätsstrategie des Kreises umgesetzt, um das Fahrradfahren noch attraktiver zu machen. Anfang September wurde das Konzept im Kreistag beschlossen, seit Anfang November ist es nun auch für die Öffentlichkeit zugängig. 
 
Ob eine Entdeckungstour durch den Kreis oder der Weg zur Arbeit – Fahrradfahren hält nicht nur fit, sondern ist auch klimafreundlich. Damit auch möglichst viele Bürgerinnen und Bürger im Kreis Gütersloh die Autoschlüssel zuhause lassen und stattdessen das Fahrrad nutzen, müssen Radverbindungen schnell, qualitativ hochwertig und vor allem sicher sein. Aber wie sieht ein ideales Radwegenetz aus? Welche Maßnahmen sind dafür notwendig? Und auf welche Aspekte konzentrieren sich die Planer als erstes? »Um das Konzept zu erstellen, haben wir uns zunächst das Straßennetz im Kreis angeschaut und überlegt, welche Verbindungen die Kommunen des Kreises bestmöglich miteinander vernetzen und somit ein großes Potenzial für den Alltagsradverkehr aufweisen«, erklärt Christopher Schmiegel, Mobilitätsmanager des Kreises Gütersloh. Dabei habe man Verbindungen mit einer Gesamtlänge von 572 Kilometern identifiziert. Diese Verbindungen stellen das sogenannte Idealnetz dar: Hier sollten hochwertige Radwege verlaufen, um das Radfahren im Kreis attraktiv zu machen. »Noch ist aber nicht an allen diesen Verbindungen ein Radweg vorhanden. Daher haben wir alle Verbindungen befahren lassen und geprüft, ob es bereits einen Radweg gibt und falls ja, welche Qualität er aufweist.« Fehlende Radwege, mangelnde Breiten oder schlechte Belagsqualität wurden so ermittelt. Sämtlicher Handlungsbedarf wurde dann zu einem Katalog zusammengefasst – insgesamt 209 Einzelmaßnahmen wurden auf diese Weise identifiziert. »Uns ist bewusst, dass es viel zu tun gibt«, so Schmiegel. »Aber wir haben ein klares Ziel vor Augen, auf das wir hinarbeiten.« Die einzelnen Maßnahmen sind nach Aspekten der Verbindungsfunktion, Verkehrssicherheit und Bestandsqualität priorisiert. Das Konzept hilft auf diese Weise zu entscheiden, wo als erstes Handlungsbedarf besteht. 
 
Der Plan entstand in enger Abstimmung mit anderen Radverkehrskonzepten, wie beispielsweise dem der Regiopolregion Bielefeld. Die überregionale Zusammenarbeit ist erforderlich, da die Planungen nicht an den Kreisgrenzen Halt machen. »Das Netz verbindet alle Städte und Gemeinden des Kreises miteinander«, hebt Landrat Sven-Georg Adenauer hervor. »Das Konzept ist ein wichtiger Grundstein, um den Radverkehr im Kreis Gütersloh optimal zu fördern.« Für eine erfolgreiche Umsetzung ist die Mitarbeit aller Akteure erforderlich – vom Baulastträger über die Grundeigentümer, Vereine und Verbände, Verwaltungen, Fachplaner bis hin zu den Radfahrerinnen und Radfahrern. 
Das Alltagsradwegekonzept ist online unter https://www.kreis-guetersloh.de/themen/auto-verkehr-mobilitaet/fahrrad/alltagsradwegekonzept/ einsehbar. 
 
Bildzeile:
Mobilitätsmanager Christopher Schmiegel hält ein gedrucktes Exemplar des Alltagsradwegekonzeptes in den Händen.

Foto: ©Kreis Gütersloh 

(Pressemitteilung Kreis Gütersloh)

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