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Hilfen für finanziell schwache Familien in Sicht

Rietberg. Mit mehr als 30.000 Euro hat die Bürgerstiftung Rietberg im vergangenen Jahr wieder soziale Projekte und Maßnahmen im Stadtgebiet gefördert. Das war vor allem deshalb möglich, weil die Bürgerstiftung mit dem Adventskalender eine neue Einnahmequelle etabliert hat, die fast 20.000 Euro Überschuss in die Kasse spülte. Diese Zahlen nannte Geschäftsführer Heiner Rasche jetzt bei der gut besuchten Stifterratssitzung.

Mehr als 60 Stifter und Freunde der Bürgerstiftung Rietberg waren der Einladung ins Innovationszentrum der Firma Heinrich Kühlmann in Westerwiehe gefolgt. „Das Familienunternehmen Kühlmann steht mit seiner Produktwelt für Ideenreichtum und Innovation und hat sich in der Lebensmittelindustrie mit Herz und Hand eine herausragende Stellung erarbeitet“, so Vorstandsvorsitzender Andreas Sunder, der sich gleich zweifach bei der Inhaberfamilie Heiner und Andrea Kühlmann bedankte: Weil sie sich an jenem Abend als ausgezeichnete Gastgeber für die Bürgerstiftung präsentierte. Und weil das Unternehmen Kühlmann mit seiner Wirtschaftskraft in mannigfaltiger Weise auch für die Stadt Rietberg von sehr großer Bedeutung ist. 1912 als Landhandel in Westerwiehe gegründet, hat sich Kühlmann bis heute mit mehr als 600 fest angestellten Mitarbeitern in der Premiumliga der Feinkostbranche fest etabliert. Dies berichteten Hendrik Kühlmann und seine Schwester Senta in ihrer Unternehmenspräsentation.

Norbert Laumeier als Vorsitzender des Kuratoriums dankte dem Vorstand und der Geschäftsführung für die unkomplizierte und angenehme Zusammenarbeit, aber auch allen fleißigen Helfern: „Die Stiftung lebt vom aktiven Mitwirken aller Beteiligten.“ Sein Dank galt allen Förderern und Freunden der Stiftung, die durch ihre Unterstützung und ihren persönlichen Einsatz die jährlichen Aktionen wie die Schnatter-Regatta und den Adventskalender zu erfolgreichen Einnahmequellen werden lassen. Der Leitgedanke der Stiftung »Von Bürgern – für Bürger« werde immer wieder neu gelebt.

Laumeier stellte den Anwesenden dann ein neues »Herzensprojekt« vor, das die Bürgerstiftung umsetzen will: Offensichtlich gibt es eine Vielzahl von benachteiligten Kindern in Rietberg, deren Familien – aus welchen Gründen auch immer – nicht den finanziellen Spielraum zur Verfügung haben, ihren Kindern den Start in ein glückliches Leben zu ermöglichen. In den Schulen werde diese Not sichtbar. Unter dem Titel »Bildungsfonds« will die Bürgerstiftung ein Paket an Maßnahmen anbieten, das diese Benachteiligung ausgleichen soll. Aus Mitteln der Bürgerstiftung soll zunächst den Rietberger Grundschulen und Förderschulen eine unbürokratische und diskrete finanzielle Unterstützung angeboten werden, um dort einzuspringen, wo das Geld fehlt. Das Modell soll sukzessive auf die Kitas und weiterführenden Schulen ausgeweitet werden. Genaueres will die Bürgerstiftung später bekanntgeben.

Zunächst blickten die Stifter auf das vergangenen Jahr 2018 zurück. Während das Stiftungskapital in Höhe von 1,932 Millionen Euro weiter unangetastet blieb, konnten aber 30.7783 Euro an Fördergeldern an 15 Projekte und Maßnahmen ausgeschüttet werden. Heimische Schulen und Kindergärten wurden dabei ebenso berücksichtigt wie Kolpingfamilie Mastholte und diverse Sportvereine. In diesem noch laufenden Jahr sollen fast doppelt so viele Gelder vergeben werden.

Der rundum gelungene Abend endete mit netten Gesprächen und fand dann seinen Abschluss am „Buffet der Kühlmann-Köstlichkeiten“.

Bildzeile:

Die Stifterratssitzung bei der Firma Kühlmann war bestens besucht. Dort erhielten die Stifter die ersten Adventskalender für die nahende Vorweihnachtszeit. Foto: Bürgerstiftung Rietberg

Quelle: Stadt Rietberg

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