27. August 2025 / Aus aller Welt

100.000 Menschen sind in Paris in die Seine gesprungen

Während des Sommers sind 100.000 Menschen in die neuen Freibäder in der Seine in Paris eingetaucht. Probleme mit der Wasserqualität gab es nicht. Wegen des Erfolgs bleiben die Bäder nun länger offen.

Rund 100.000 Menschen haben die neuen Freibäder in der Seine in Paris genutzt (Archivbild).
Veröffentlicht am 27. August 2025 um 14:46 Uhr von dpa

Kritiker hatten vor Start des Schwimmens in der Seine in Paris vor Bakterien und Gesundheitsgefahren gewarnt, binnen zwei Monaten haben nun aber rund 100.000 Badegäste die neuen Freibäder im Fluss genutzt. Angesichts dieses außerordentlichen Erfolgs würden zwei der drei Bäder bis in den September hinein offen bleiben und nicht wie ursprünglich geplant Ende August schließen, kündigte die Pariser Bürgermeisterin Anne Hidalgo an.

Freibäder in der Seine gehen in die Verlängerung

Das Freibad unweit des Eiffelturms bleibt bis zum 7. September geöffnet und das in der Nähe der Nationalbibliothek bis zum 14. September mit einem allerletzten Badewochenende dort am 20. und 21. September, sagte die Bürgermeisterin. «Das sind großartige Neuigkeiten für alle, die dies zu ihrem Sommertreffpunkt gemacht haben, und eine letzte Gelegenheit für diejenigen, die noch keine Gelegenheit zum Baden hatten.»

Offiziell verboten wurde das Schwimmen in der Seine 1923. Der langgehegte Wunsch, wieder in dem Fluss schwimmen zu können, wurde erst nach Investitionen von rund 1,4 Milliarden Euro Wirklichkeit, die in die Modernisierung von Kläranlagen und das Abwassersystem flossen. Die Qualität des Flusswassers wurde für den Betrieb der Freibäder engmaschig kontrolliert. Schwerwiegende Erkrankungen wurden von den Badegästen nicht gemeldet, teilten die örtlichen Gesundheitsbehörden mit.

Dass die Seine deutlich sauberer geworden ist, zeigt sich auch daran, dass die Zahl der dort vorkommenden Fischarten von drei auf wieder über 30 gestiegen ist. Auch drei vom Aussterben bedrohte Muschelarten wurden in dem Fluss entdeckt.


Bildnachweis: © Thomas Padilla/AP/dpa
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