Großes Aufatmen an der Carl-von-Ossietzky-Schule in Berlin-Kreuzberg: Die Notrufe über einen bewaffneten Mann am Schuleingang haben sich als Fehlalarm herausgestellt. «Es wurde ein Strafermittlungsverfahren wegen des Missbrauchs von Notrufen eingeleitet», sagte eine Polizeisprecherin. Die Ermittlungen laufen gegen unbekannt. Von wo genau die Notrufe abgesetzt wurden, konnte die Sprecherin zunächst nicht sagen. Wegen mehrerer Notrufe am Mittwochmorgen hatte die Polizei Durchsuchungen an der Schule veranlasst. Laut einem Notruf, der gegen 9.30 Uhr über die Nora-App bei der Polizei einging, soll eine männliche Person mit einem waffenähnlichen Gegenstand am Eingang der Schule gesehen worden sein. Kurz darauf ging ein zweiter Notruf über die App ein. Zunächst waren alle Schülerinnen und Schüler aufgefordert worden, in ihren Klassenräumen zu bleiben. Nach Angaben der Sprecherin wurde kein bewaffneter Mensch gefunden. Der Polizeieinsatz wurde gegen um 12.50 Uhr beendet. Beobachtungen eines dpa-Reporters zufolge verließen Lehrer und Schüler gegen 13 Uhr das Schulgebäude. Es sei psychologisches Betreuungspersonal bereitgestellt worden. Die Stimmung wirkte ausgelassen. Die Lehrer unterhielten sich, während einige Kinder Ball spielten. Zwischendurch habe es Applaus gegeben. Kurze Zeit später holten Eltern ihre Kinder von der Schule ab und fielen sich erleichtert in die Arme. Gegen 13.30 Uhr lichtete sich der Schulhof. Die App Nora ist eine offizielle Notruf-App der Bundesländer. Menschen in Notlagen können darüber Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst erreichen. Notrufe lassen sich damit auch ohne Sprechen absetzen. Das soll insbesondere Menschen mit Sprach- und Höreinschränkungen helfen - und Menschen, die in bedrohlichen Lagen möglichst unbemerkt Hilfe rufen wollen. Genutzt wird die Standortfunktion des Geräts. Registrieren muss man sich mit einer Mobilnummer und dem Namen. In Bayern nahm der Missbrauch der App zuletzt stark zu. Auch aus anderen Bundesländern sind Fälle von vorgetäuschten Notrufen über die App bekannt. Die Carl-von-Ossietzky-Schule in Berlin-Kreuzberg ist eine Gemeinschaftsschule mit etwa 1200 Schülern und 125 Lehrern, wie es auf der Internetseite der Schule heißt. Das Schulgelände umfasst demnach sieben Hektar und 140 Räume.Schüler und Lehrer verließen Gebäude
Bildnachweis: © Christophe Gateau/dpa
Copyright 2023, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten
Alarm an Schule: Polizei ermittelt wegen Notruf-Missbrauch
Aufruhr an einer Berliner Schule: Ein bewaffneter Mann soll sich in der Nähe des Eingangs aufhalten. Doch die Notrufe entpuppen sich als Fehlalarm. Der Missbrauch der Notruf-App ist nicht neu.
Meistgelesene Artikel
Besucher erwartet ein Abend mit Andacht, Feuer, Bratwurst und Getränken
- 16. April 2026
Rückruf von Dattel-Kugeln ausgeweitet
Betroffen ist ein Artikel des Hamburger Snackunternehmens Foodloose. Kunden sollten vom Verzehr absehen, wenn die Verpackung eine bestimmte Chargennummer trägt.
- 29. März 2026
«Es geht ihm schlecht» - Lage des Buckelwals unverändert
Seit Tagen hält das Drama um den Buckelwal in der Ostsee an. Die Menschen in Deutschland fiebern mit - wird er sich erneut befreien können? Die Experten hoffen auf die Dunkelheit.
Neueste Artikel
- 17. April 2026
Rettungsversuch für Buckelwal frühestens am Samstag
Seit 18 Tagen liegt der Buckelwal fest – Helfer setzen alles daran, das Tier mit einer aufwendigen Aktion aus der Bucht vor Poel zu retten. Wie es dem Wal aktuell geht und wie die Pläne aussehen.
- 17. April 2026
XL-Bully beißt Mann zu Tode - Besitzer muss 12 Jahre in Haft
Der Halter einer in England verbotenen Kampfhund-Rasse muss ins Gefängnis, weil sein Hund völlig außer Kontrolle gerät. Das Tier hatte bereits angefangen, sein Opfer bei lebendigem Leibe zu fressen.
Weitere Artikel derselben Kategorie
- 17. April 2026
Rettungsversuch für Buckelwal frühestens am Samstag
Seit 18 Tagen liegt der Buckelwal fest – Helfer setzen alles daran, das Tier mit einer aufwendigen Aktion aus der Bucht vor Poel zu retten. Wie es dem Wal aktuell geht und wie die Pläne aussehen.
- 17. April 2026
XL-Bully beißt Mann zu Tode - Besitzer muss 12 Jahre in Haft
Der Halter einer in England verbotenen Kampfhund-Rasse muss ins Gefängnis, weil sein Hund völlig außer Kontrolle gerät. Das Tier hatte bereits angefangen, sein Opfer bei lebendigem Leibe zu fressen.





