24. Februar 2024 / Aus aller Welt

Amoktat: Verdächtiger soll psychiatrisch begutachtet werden

Zwei Tage nach der Amoktat an einem Wuppertaler Gymnasium liegt der tatverdächtige Schüler weiter mit Verletzungen im Krankenhaus. Justizbeamte bewachen ihn. Der Haftbefehl lautet auf versuchten Mord.

Bei der Amoktat an einem Wuppertaler Gymnasium sind vier Schüler durch Messerstiche verletzt worden.
Veröffentlicht am 24. Februar 2024 um 16:42 Uhr von dpa

Nach der Amoktat mit acht Verletzten in Wuppertal befindet sich der tatverdächtige 17-jährige Schüler weiterhin in stationärer Behandlung in einem Krankenhaus. Er werde dort durch Justiz-Mitarbeiter bewacht, teilte die Staatsanwaltschaft Wuppertal der Deutschen Presse-Agentur mit. Eine psychiatrische Begutachtung sei noch am Wochenende geplant.

An einem Gymnasium in Wuppertal waren am Donnerstag vier Schüler durch Messerstiche verletzt worden, als der Schüler in einem Pausenraum plötzlich auf seine Mitschüler losging. Drei weitere Schülerinnen erlitten einen Schock. Der 17-Jährige soll sich dann selbst mit einem Messer verletzt haben. Er kam in ein Krankenhaus. Das Amtsgericht Wuppertal erließ am Freitag Haftbefehl gegen den deutsch-türkischen Oberstufenschüler wegen zweifachen versuchten Mordes und zweifacher gefährlicher Körperverletzung. 

Nach Angaben der Ermittler gibt es Hinweise auf eine psychische Erkrankung des Jugendlichen. Die psychiatrische Begutachtung sei noch für dieses Wochenende geplant. «Ein Ergebnis wird jedoch wahrscheinlich nicht vor Dienstag vorliegen», teilte Staatsanwalt Patrick Penders mit. Eine politische oder religiöse Motivation haben die Ermittler nach jetzigem Stand ausgeschlossen. 

Die vier durch Stichwunden verletzten Schüler mussten nicht stationär im Krankenhaus bleiben. Ob die Schülerinnen, die einen Schock erlitten, dort noch in Behandlung sind, war nicht bekannt. Die Düsseldorfer Polizei ermittelt in dem Fall mit einer Mordkommission. 


Bildnachweis: © Christoph Reichwein/dpa
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