1. Juli 2025 / Aus aller Welt

Bericht veröffentlicht: Wie teuer ist eine Königsfamilie?

Billig ist es nicht, einen König zu haben. Die Reisen der britischen Royals gehen ganz schön ins Geld. Und die vielen Zimmer in den Palästen müssen auch irgendwie instand gehalten werden.

Wie in den vergangenen Jahren bekamen die Royals im Finanzjahr 2024/25 umgerechnet rund 100 Millionen Euro aus öffentlichen Mitteln. (Archivbild)
Veröffentlicht am 1. Juli 2025 um 13:21 Uhr von dpa

Wie reich (oder arm) ist das britische Königshaus? Die Frage, die sich täglich Tausende Touristinnen und Touristen beim Besuch der Ausstellung der Kronjuwelen im Tower von London und des Buckingham-Palastes stellen, lässt sich kaum mit einer endgültigen Zahl beantworten. Veröffentlichungen wie der «Sovereign Grant»-Bericht deuten aber eine Richtung an - in dem Fall, wie viel für die Erfüllung der royalen Pflichten ausgegeben wird.

  • Wie in den vergangenen Jahren bekamen die Royals im Finanzjahr 2024/25 umgerechnet rund 100 Millionen Euro aus öffentlichen Mitteln. Damit werden die offiziellen Ausgaben der königlichen Familie gedeckt, etwa die repräsentativen Reisen von König Charles III. ins Ausland. Bezahlt wird damit aber auch die Instandhaltung der Paläste, aktuell insbesondere die rund 430 Millionen Euro teure Renovierung des Buckingham-Palastes.
     
  • Bis 2027 fließen insgesamt rund 107 Millionen Euro mehr, das hängt vor allem mit der komplexen Gegenfinanzierung des «Sovereign Grant» zusammen. Dieser errechnet sich prozentual aus dem Gewinn des milliardenschweren «Crown Estate», ein Immobilien-, Grundstücks- und Rechteportfolio, zu dem auch die Regent Street im Londoner West End und die Pferderennbahn Ascot gehören. 
     
  • Der «Crown Estate» gehört formell dem Monarchen, aber nicht König Charles persönlich. Die Gewinne fließen nicht in die königliche, sondern in die Staatskasse. Zuletzt wurden enorme Zuwächse verzeichnet - zum Portfolio (und formal zum königlichen Besitz) gehört auch der Großteil des Meeresbodens rund um die Insel, der an Betreiber von Offshore-Windparks verpachtet wird, die in Großbritannien stark im Aufwind sind.
     
  • Die Reisen der Royals im vergangenen Finanzjahr kosteten umgerechnet gut 5,5 Millionen Euro, gut 580.000 Euro mehr als im Finanzjahr davor. Rund 550.000 Euro wurden für 141 Flüge mit Helikoptern bezahlt. Die teuerste Reise war der Besuch von König Charles und Königin Camilla auf Samoa (466.000 Euro).
     
  • Für die Angestellten rund um die Königsfamilie wurden im vergangenen Finanzjahr umgerechnet rund 35 Millionen Euro bezahlt. In dem Bericht werden 539 Vollzeit-Angestellte erwähnt, die aus dem «Sovereign Grant» bezahlt werden.
     
  • Zahlungen für die Privatkasse von Charles und Camilla fallen nicht in den Bereich des «Sovereign Grant»-Berichts, sondern kommen aus dem Herzogtum Lancaster, das dem König gehört. Beim Thronfolger Prinz William ist es das Herzogtum Cornwall, der Nachrichtenagentur PA zufolge bekam der Prinz im vergangenen Jahr umgerechnet rund 27 Millionen Euro als Privateinkommen.

Bildnachweis: © Leon Neal/PA Wire/dpa
Copyright 2025, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten

Meistgelesene Artikel

14-Jähriger angeschossen - 20-Jähriger mit Stichverletzungen
Aus aller Welt

Spätabends schießen Maskierte in Hamburg auf einen 14-Jährigen. Die Polizei findet einen zweiten Verletzten, aber keinen Tatverdächtigen. Ist ein Streit eskaliert?

weiterlesen...
Hurrikan «Polo» rückt an: Mexiko schließt Häfen und Schulen
Aus aller Welt

Der starke Wirbelsturm bewegt sich sehr langsam im Pazifik voran. In den kommenden Tagen soll «Polo» Starkregen nach Mexiko bringen. Die Behörden befürchten Überschwemmungen und Erdrutsche.

weiterlesen...
FAS NRW feiert 25 Jahre Suchtselbsthilfe im NRW-Landtag
Aktuell

Rund 170 Gäste feierten das Jubiläum des FAS NRW. Im Mittelpunkt standen mehr Teilhabe, Akzeptanz und die Mitgestaltung der Suchthilfe.

weiterlesen...

Neueste Artikel

Nach gescheiterter Hinrichtung: Pike verlässt Krankenhaus
Aus aller Welt

Nach der gescheiterten Hinrichtung in Tennessee machte Christa Pike zuletzt gesundheitliche Fortschritte. Jetzt hat sie das Krankenhaus verlassen.

weiterlesen...
Erste Bilanz: Keine Toten bei Erdbeben in Panama
Aus aller Welt

Verglichen mit den jüngsten Erdbeben in Venezuela und Kolumbien fällt die erste Katastrophenbilanz in Panama recht glimpflich aus. Es gab mindestens 27 Verletzte.

weiterlesen...

Weitere Artikel derselben Kategorie

Nach gescheiterter Hinrichtung: Pike verlässt Krankenhaus
Aus aller Welt

Nach der gescheiterten Hinrichtung in Tennessee machte Christa Pike zuletzt gesundheitliche Fortschritte. Jetzt hat sie das Krankenhaus verlassen.

weiterlesen...
Erste Bilanz: Keine Toten bei Erdbeben in Panama
Aus aller Welt

Verglichen mit den jüngsten Erdbeben in Venezuela und Kolumbien fällt die erste Katastrophenbilanz in Panama recht glimpflich aus. Es gab mindestens 27 Verletzte.

weiterlesen...
ANZEIGE – Premiumpartner