Bei der Berliner Modewoche haben die großen Laufstegschauen begonnen. Zum Auftakt zeigte die finnische Designerin Sofia Ilmonen ihre Entwürfe im Kraftwerk. Der Abend stand aber auch unter dem Eindruck des Kriegs in der Ukraine. Am Montagabend wurde auf der Fashion Week mit einer Schweigeminute an die Opfer erinnert. Mit einer stillen Auktion sollen zudem Spenden für die Caritas gesammelt werden, wie die Veranstalter der Mercedes-Benz Fashion Week angekündigt hatten. Zum Auftakt der großen Laufstegschauen kamen unter anderem das Model Franziska Knuppe und der frühere Regierende Bürgermeister von Berlin, Michael Müller (SPD). Berlins Regierende Bürgermeisterin Franziska Giffey (SPD) findet die Entscheidung richtig, die Modewoche trotz des Kriegs in der Ukraine stattfinden zu lassen. «Wir alle haben Diskussionen darüber geführt: Wie geht man damit um?», sagte Giffey. Könne man so ein Ereignis stattfinden lassen, auch wenn alle erschüttert und entsetzt seien, wenn alle dabei seien zu helfen, wo sie könnten? «Und ich sage Ihnen: Ja, man kann. Und man kann es jetzt erst recht.» Mit der Fashion Week setzten sie auch ein Zeichen für Kunst, Kultur, Kreativität und Freiheit, sagte Giffey. Sie könnten alle miteinander auch ein Zeichen der Solidarität und des Mitgefühls, der Zusammenarbeit, Hilfe und Freiheit auch an die Ukraine senden. Die Berliner Modewoche vereint mehrere Veranstaltungen. Am Montagabend sollte der große Laufsteg im Kraftwerk eröffnet werden. In den kommenden Tagen sollen auch Solidaritätszeichen mit der Ukraine gesetzt werden. Geplant sind etwa Spendenaktionen. «Die Mode ist immer auch politisch», sagte Giffey. Die Mode sei auch früher politisch gewesen. «Denken Sie an die Jakobinermütze, die für Freiheit und Unabhängigkeit stand. Denken Sie an die lilanen Farben der Frauenbewegung.» Sie erinnerte etwa auch an das das Peace-Zeichen oder Farben, mit denen Menschen eine politische Botschaft verbinden. «Und deswegen ist diese Fashion Week auch politisch. Sie ist ein Zeichen des Zusammenhalts.»Mode ist immer auch politisch
Bildnachweis: © Jens Kalaene/dpa-Zentralbild/dpa
Copyright 2022, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten
Berliner Modewoche als Zeichen für Freiheit
Kann man in Zeiten des Krieges eine Laufsteg-Show veranstalten? Berlins Regierende Bürgermeisterin Franziska Giffey gibt darauf eine klare Antwort.
Meistgelesene Artikel
- 16. April 2026
Rückruf von Dattel-Kugeln ausgeweitet
Betroffen ist ein Artikel des Hamburger Snackunternehmens Foodloose. Kunden sollten vom Verzehr absehen, wenn die Verpackung eine bestimmte Chargennummer trägt.
Besucher erwartet ein Abend mit Andacht, Feuer, Bratwurst und Getränken
- 29. März 2026
«Es geht ihm schlecht» - Lage des Buckelwals unverändert
Seit Tagen hält das Drama um den Buckelwal in der Ostsee an. Die Menschen in Deutschland fiebern mit - wird er sich erneut befreien können? Die Experten hoffen auf die Dunkelheit.
Neueste Artikel
- 20. April 2026
Backhaus: Wal ist wieder in Bewegung
Es ist ein Kampf gegen die Zeit: Bei sinkendem Wasserstand versuchen Helfer, den erneut im Flachen liegenden Buckelwal dazu zu bringen, in tieferes Wasser zu schwimmen. Am Abend keimt Hoffnung auf.
- 20. April 2026
Zürich: Explodierender Schneemann verheißt guten Sommer
Ein Schneemann, ein Feuerwerk und eine Wetterprognose, die selten stimmt: Wie der «Böögg» das Zürcher Sechseläuten zum Spektakel macht und was es mit der Tradition auf sich hat.
Weitere Artikel derselben Kategorie
- 20. April 2026
Backhaus: Wal ist wieder in Bewegung
Es ist ein Kampf gegen die Zeit: Bei sinkendem Wasserstand versuchen Helfer, den erneut im Flachen liegenden Buckelwal dazu zu bringen, in tieferes Wasser zu schwimmen. Am Abend keimt Hoffnung auf.
- 20. April 2026
Zürich: Explodierender Schneemann verheißt guten Sommer
Ein Schneemann, ein Feuerwerk und eine Wetterprognose, die selten stimmt: Wie der «Böögg» das Zürcher Sechseläuten zum Spektakel macht und was es mit der Tradition auf sich hat.





