16. August 2024 / Aus aller Welt

Berlinerin ist zuversichtlich, bald ins All zu fliegen

Häufig werden in der Raumfahrt große Ankündigungen gemacht, und dann klappt es doch nicht. Für ihre Mission aber sei sie guter Hoffnung, meint Rabea Rogge. Sie wäre die erste deutsche Frau im All.

Rabea Rogge (l-r), Eric Philips, Jannicke Mikkelsen und Chun Wang wollen mit so eine «Dragon»-Kapsel ins Weltall fliegen.
Veröffentlicht am 16. August 2024 um 08:04 Uhr von dpa

Die deutsche Forscherin Rabea Rogge ist optimistisch, dass sie an Bord einer Kapsel des US-Raumfahrtunternehmens SpaceX wirklich ins Weltall fliegen wird. «Ich bin sehr zuversichtlich, dass das klappt», sagte die 28-Jährige aus Berlin im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur. Dann wäre sie die erste deutsche Frau im All.

Was Rogge so hoffnungsfroh stimmt: Das Projekt sei voll finanziert, man müsse also nicht noch Gelder für den Flug zusammensuchen, sagte sie. Kommandeur der drei- bis fünftägigen Mission zu den Polarregionen soll Chun Wang sein, der aus China stammt und mit Kryptowährungen reich geworden ist. In einem Interview mit dem US-Sender CNBC erzählte Wang, er habe die Mission finanziert. Über den Betrag sagten weder er noch SpaceX etwas.

Rogge trainiert gerade mit den anderen drei Crew-Mitgliedern in den USA für den Flug, der frühestens Ende des Jahres starten soll. Das Training bestärke sie in ihrer Hoffnung, dass der Flug stattfinde, sagte sie. «Was ich jetzt gesehen habe, wie SpaceX arbeitet: wirklich sehr hart, sehr zielorientiert, sehr motiviert.» Verschiebungen könne es natürlich immer einmal geben.

Falls es doch nicht klappen sollte, sei sie natürlich enttäuscht, sagte Rogge. «Aber ich finde, man sollte immer zur nächsten Herausforderung schauen.» Außerdem habe sie sehr viel Freude an ihrer eigentlichen Arbeit, einer Doktorarbeit über Robotik in der Arktis. 


Bildnachweis: © -/SpaceX/dpa
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