30. Juni 2022 / Aus aller Welt

Besserer Verkehrsschutz könnte halbe Million Leben retten

Hohes Tempo, nicht angeschnallt, kein Helm: Fehler im Straßenverkehr sind für viele Unfälle und Verletzungen verantwortlich. Dabei wären sie Forschern zufolge zu vermeiden. Auch die UN wollen handeln.

Bessere Schutzmaßnahmen im Straßenverkehr wie das Tragen von Helmen und Anschnallgurten könnten jährlich Hundertausende Leben retten.
Veröffentlicht am 30. Juni 2022 um 18:20 Uhr von dpa

Bessere Schutzmaßnahmen im Straßenverkehr könnten nach Einschätzung von Wissenschaftlern weltweit mehr als eine halbe Million Leben pro Jahr retten.

Wenn Schutzmaßnahmen wie das Tragen von Helmen und Anschnallgurten, das Einhalten von Tempolimits sowie der Verzicht auf Alkohol vor dem Fahren deutlich konsequenter eingehalten würden, könnten weltweit jährlich zwischen 347.000 und 540.000 Todesopfer im Straßenverkehr vermieden werden, schrieben die Forscher um Adnan Hyder von der George Washington University in der US-Hauptstadt Washington im Fachjournal «Lancet». Auch die Vereinten Nationen wollen handeln.

Zudem könnten vor allem in ärmeren Ländern durch bessere Rettungsmaßnahmen nach Verkehrsunfällen noch einmal 200.000 Leben zusätzlich pro Jahr gerettet werden, hieß es. Jedes Jahr sterben nach Angaben der Wissenschaftler rund 1,4 Millionen Menschen weltweit bei Verkehrsunfällen - am häufigsten jüngere Menschen in ärmeren Ländern. Trotz einiger Fortschritte werde immer noch nicht genug getan, um diese Krise anzugehen, kritisierten die Forscher, die für ihre Arbeit unter anderem 74 Studien zu 185 Ländern analysierten.

Dies wollen nun die Vereinten Nationen ändern. Mit einer am Donnerstag einstimmig in der UN-Vollversammlung beschlossenen Resolution sollen die Länder der Welt zu einem besseren Schutz im Straßenverkehr verpflichtet werden. Der Plan verfolgt das Ziel, die Zahl der Verkehrstoten bis 2030 mindestens zu halbieren. Ein großes Augenmerk liegt dabei auf den besonders gefährdeten Verkehrsteilnehmerinnen und -teilnehmern: Fußgängerinnen und Fußgängern sowie Menschen auf Motor- und Fahrrädern.


Bildnachweis: © Monika Skolimowska/dpa-Zentralbild/dpa
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