11. November 2022 / Aus aller Welt

Bestürzung nach Messerangriff auf Polizist in Brüssel

Ein Polizist ist nach einem Angriff in Belgiens Hauptstadt Brüssel gestorben. Die Staatsanwaltschaft schließt einen terroristischen Hintergrund nicht aus.

Polizeibeamte stehen am Tatort der Messerstecherei.
von dpa

Nach einem tödlichen Angriff auf einen Polizisten in Brüssel ermittelt die belgische Bundesstaatsanwaltschaft. Ein terroristischer Hintergrund könne weder bestätigt noch ausgeschlossen werden, sagte ein Sprecher der Behörde der Deutschen Presse-Agentur. Ein weiterer Polizist sei bei dem Angriff verletzt worden. In Medienberichten hieß es, dass der Angreifer «Allahu Akbar» (Gott ist groß) gerufen habe.

Wie die Nachrichtenagentur Belga berichtete, setzte ein zu Hilfe gekommener Polizist seine Dienstwaffe gegen den Angreifer ein. Der Angreifer wurde laut Medienberichten von mehreren Schüssen getroffen - Informationen, wonach er starb, wurden von offiziellen Stellen zunächst nicht bestätigt.

Belgiens Innenministerin Annelies Verlinden schrieb auf Twitter, sie stehe in engem Kontakt mit der Polizei und dem Bürgermeister Philippe Close. Dieser bezeichnete den Vorfall als unerträgliche Tragödie. Die Präsidentin des EU-Parlaments, Roberta Metsola, schrieb, sie sei schockiert über den Mord an einem Polizisten im Dienst.

Dschihadisten und Salafisten benutzen den arabischen Ausdruck «Allahu Akbar» oft als eine Art Schlachtruf. Eigentlich handelt es sich aber um eine zentrale religiöse Formel des Islams, die seit Jahrhunderten von Muslimen weltweit benutzt wird.

«Meine Gedanken sind bei der Familie und den Freunden des verstorbenen Beamten», so Belgiens Premier Alexander De Croo auf Twitter. Er hoffe, dem anderen Beamten, der ins Krankenhaus gebracht worden war, gehe es gut.

Anschlag auf Polizei angekündigt

In der Nacht zu Freitag bestätigte die Staatsanwaltschaft im Zusammenhang mit der Tat, dass eine Person am Donnerstagmorgen auf einer Polizeiwache erklärt habe, einen Anschlag auf die Polizei verüben zu wollen. Die Person sei in eine Psychiatrie begleitet und dort dem Personal übergeben worden.

Als die Beamten später erneut Kontakt zu der Einrichtung aufgenommen hätten, habe sich herausgestellt, dass die Person das Krankenhaus wieder verlassen habe.


Bildnachweis: © Hatim Kaghat/BELGA/dpa
Copyright 2022, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten

Meistgelesene Artikel

Die Johannes Lübbering GmbH ist auf der Suche nach Dir!
Job der Woche

Starte Deine Karriere in Herzebrock Clarholz

weiterlesen...
Acht Verletzte bei Angriff an Schule: Haftbefehl erlassen
Aus aller Welt

Bei der Amoktat in einem Wuppertaler Gymnasium sind sieben Schüler verletzt worden. Auch der mutmaßliche Angreifer liegt im Krankenhaus. Gegen ihn wurde Haftbefehl wegen versuchten Mordes beantragt.

weiterlesen...

Neueste Artikel

Forscher erwarten Zunahme von Kriebelmücken in Deutschland
Aus aller Welt

Stiche von Kriebelmücken tun weh - und können gefährlich für Mensch und Tier sein. Forschende warnen nun vor einer Zunahme der Insekten.

weiterlesen...
Brustkrebs-Früherkennung künftig bis 75 Jahre
Aus aller Welt

Auch Frauen höheren Alters können nun zum Brustkrebs-Screening. Die Umweltministerin hofft, dass sie dies auch zahlreich tun.

weiterlesen...

Weitere Artikel derselben Kategorie

Forscher erwarten Zunahme von Kriebelmücken in Deutschland
Aus aller Welt

Stiche von Kriebelmücken tun weh - und können gefährlich für Mensch und Tier sein. Forschende warnen nun vor einer Zunahme der Insekten.

weiterlesen...
Brustkrebs-Früherkennung künftig bis 75 Jahre
Aus aller Welt

Auch Frauen höheren Alters können nun zum Brustkrebs-Screening. Die Umweltministerin hofft, dass sie dies auch zahlreich tun.

weiterlesen...
ANZEIGE – Premiumpartner