Der Chef des Impfstoffherstellers Biontech rechnet mit einer anhaltenden Präsenz des Coronavirus Sars-CoV-2. Die Corona-Pandemie gelte zwar aktuell als kontrolliert, sagte der Vorstandsvorsitzende und Biontech-Mitgründer Ugur Sahin auf der Hauptversammlung in Mainz. Sars-CoV-2 werde aber vermutlich noch über Jahre präsent sein und stetig neue Varianten entwickeln. Der Ansatz von Biontech beinhalte daher die Anpassung der Impfstoffe an saisonale Varianten und die kontinuierliche Beobachtung potenziell bedenklicher neuer Varianten weltweit, berichtete Sahin. Das Unternehmen sei in der Lage, rasch auf neue pandemische Sars-CoV-2-Varianten zu reagieren und das auch über den Kontext saisonaler Impfstoffanpassungen hinaus. Er gehe davon aus, dass saisonale Covid-19-Impfungen mit der Zeit eine Impfquote erreichen können, die der Grippeimpfungen ähnlich sei. Ein zentrales Anliegen von Biontech sei auch die Entwicklung von Immuntherapien für die Behandlung von Krebs, berichtete der Vorstandschef auf dem Aktionärstreffen. Derzeit gebe es 20 Programme in der Onkologie und sieben Programme im Bereich der Infektionskrankheiten. Das Unternehmen wolle mit seinen Medikamenten einen Beitrag leisten, personalisierte Krebstherapie verfügbar zu machen. Biontech habe dabei bereits für unterschiedliche Ansätze den klinischen Wirksamkeitsnachweis erbracht. Ziel sei, individuelle maßgeschneiderte Therapie für jeden einzelnen Patienten zu entwickelt und somit eine neue Generation von Präzisionstherapeutika zur Verfügung stellen, sagte Sahin. Dabei soll das gesamte Kontinuum der Krebsbehandlung abgedeckt werden.
Bildnachweis: © Boris Roessler/dpa
Copyright 2023, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten
Biontech: Können rasch auf neue Corona-Varianten reagieren
Biontech erwartet, dass das Coronavirus Sars-CoV-2 weiterhin neue Varianten entwickeln wird. Auf der Hauptversammlung wird die Notwendigkeit betont, die Impfstoffe an die Veränderungen anzupassen.
Meistgelesene Artikel
- 14. September 2026
14-Jähriger angeschossen - 20-Jähriger mit Stichverletzungen
Spätabends schießen Maskierte in Hamburg auf einen 14-Jährigen. Die Polizei findet einen zweiten Verletzten, aber keinen Tatverdächtigen. Ist ein Streit eskaliert?
- 23. September 2026
Hurrikan «Polo» rückt an: Mexiko schließt Häfen und Schulen
Der starke Wirbelsturm bewegt sich sehr langsam im Pazifik voran. In den kommenden Tagen soll «Polo» Starkregen nach Mexiko bringen. Die Behörden befürchten Überschwemmungen und Erdrutsche.
- 15. September 2026
FAS NRW feiert 25 Jahre Suchtselbsthilfe im NRW-Landtag
Rund 170 Gäste feierten das Jubiläum des FAS NRW. Im Mittelpunkt standen mehr Teilhabe, Akzeptanz und die Mitgestaltung der Suchthilfe.
Neueste Artikel
- 10. Oktober 2026
Nach gescheiterter Hinrichtung: Pike verlässt Krankenhaus
Nach der gescheiterten Hinrichtung in Tennessee machte Christa Pike zuletzt gesundheitliche Fortschritte. Jetzt hat sie das Krankenhaus verlassen.
- 10. Oktober 2026
Erste Bilanz: Keine Toten bei Erdbeben in Panama
Verglichen mit den jüngsten Erdbeben in Venezuela und Kolumbien fällt die erste Katastrophenbilanz in Panama recht glimpflich aus. Es gab mindestens 27 Verletzte.
Weitere Artikel derselben Kategorie
- 10. Oktober 2026
Nach gescheiterter Hinrichtung: Pike verlässt Krankenhaus
Nach der gescheiterten Hinrichtung in Tennessee machte Christa Pike zuletzt gesundheitliche Fortschritte. Jetzt hat sie das Krankenhaus verlassen.
- 10. Oktober 2026
Erste Bilanz: Keine Toten bei Erdbeben in Panama
Verglichen mit den jüngsten Erdbeben in Venezuela und Kolumbien fällt die erste Katastrophenbilanz in Panama recht glimpflich aus. Es gab mindestens 27 Verletzte.





