31. Januar 2022 / Aus aller Welt

Sieben-Tage-Inzidenz erreicht erneut Höchstwert

Das RKI meldet eine neue Rekord-Inzidenz von 1176,8. Experten gehen von einer hohen und weiter steigenden Zahl von Corona-Fällen aus. Das Impftempo at sich weiter verlangsamt.

Eine Mitarbeiterin einer Teststation in der Oldenburger Innenstadt nimmt einen Abstrich von einem jungen Mann. (Archivbild)
Veröffentlicht am 31. Januar 2022 um 12:28 Uhr von dpa

Das Robert Koch-Institut (RKI) hat einen Anstieg der bundesweiten Sieben-Tage-Inzidenz gemeldet und damit erneut einen Höchstwert.

Das RKI gab den Wert der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche am Montagmorgen mit 1176,8 an. Zum Vergleich: Am Vortag hatte der Wert bei 1156,8 gelegen. Vor einer Woche lag die bundesweite Inzidenz bei 840,3 (Vormonat: 265,8). Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 78.318 Corona-Neuinfektionen. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 05.03 Uhr wiedergeben. Vor einer Woche waren es 63.393 Ansteckungen.

Experten gehen von einer hohen und weiter steigenden Zahl von Fällen aus, die in den RKI-Daten nicht erfasst sind, unter anderem, weil Testkapazitäten und Gesundheitsämter vielerorts am Limit sind. Zudem melden einige Städte und Kreise seit Tagen Probleme bei der Übermittlung der Corona-Fallzahlen.

61 Todesfälle binnen 24 Stunden

Deutschlandweit wurden den neuen Angaben zufolge binnen 24 Stunden 61 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 28 Todesfälle. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 9.815.533 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

Die Zahl der in Kliniken gekommenen Corona-infizierten Patienten je 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen gab das RKI am Freitag mit 4,72 an (Donnerstag 4,64). Darunter können auch Menschen mit positivem Corona-Test sein, die eine andere Haupterkrankung haben. Die Zahl der Genesenen gab das RKI am Montag mit 7.622.400 an. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 117.786.

Impfziel der Regierung schwer zu erreichen

Das Impftempo in Deutschland hat sich weiter verlangsamt. Am Wochenende wurden nach Zahlen des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Montag rund 242.000 Corona-Impfungen gespritzt. Am Wochenende davor waren es rund 392.000 gewesen, zwei zuvor sogar mehr als 600.000.

Lediglich knapp 28.900 Menschen erhielten am Samstag und Sonntag eine Erstimpfung - am Wochenende 15./16. Januar waren es rund 76.400, am Wochenende danach etwa 50.200. Das von der Regierung gesetzte Ziel, bis Ende Januar 80 Prozent der Bevölkerung mindestens einmal gegen Corona zu impfen, dürfte damit nach den ausgewiesenen Zahlen klar verfehlt werden - auch trotz möglicher Nachmeldungen. Bis einschließlich Sonntag haben der Statistik zufolge 75,8 Prozent der Menschen mindestens eine Impfung bekommen.

Die Bundesregierung hatte ihr Ziel von 80 Prozent Erstgeimpften schon einmal verschieben müssen. Ursprünglich wollte sie diese Quote bereits bis zum 7. Januar erreichen. Über einen vollständigen Grundschutz mit der meist nötigen zweiten Spritze verfügen nach RKI-Angaben 61,5 Millionen Menschen (74 Prozent). Mindestens 43,9 Millionen Menschen (52,8 Prozent) haben zusätzlich eine Auffrischungsimpfung erhalten.


Bildnachweis: © Hauke-Christian Dittrich/dpa
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