18. Mai 2023 / Aus aller Welt

Corona-Impfstoff: WHO empfiehlt Verzicht auf Ursprungs-Virus

Die WHO möchte, dass Covid-Vakzine neu zusammengesetzt werden, «um den Schutz vor symptomatischen Krankheitsverläufen zu verbessern.» Dafür sei ein Einlenken notwendig.

Die Corona-Impfstoffe auf dem Markt verhindern schwere Erkrankungen.
Veröffentlicht am 18. Mai 2023 um 19:07 Uhr von dpa

Die laufende Anpassung von Corona-Impfstoffen sollte aus Sicht internationaler Expertinnen und Experten auf das Ursprungs-Virus verzichten und auf die aktuell dominanten Virusstämme abzielen. Das teilte das Impfberatungs-Gremium der Weltgesundheitsorganisation (WHO) in Genf mit.

Die Impfstoffe auf dem Markt verhinderten zwar schwere Erkrankungen, doch der Schutz gegen normale Corona-Symptome sei «begrenzt und weniger dauerhaft», befand das Gremium. «Covid-19-Vakzine mit neuen Zusammensetzungen werden benötigt, um den Schutz vor symptomatischen Krankheitsverläufen zu verbessern», forderten die WHO-Berater.

Derzeit sind Virusstämme des Typs XBB.1 global am stärksten verbreitet. Sie stammen von der Omikron-Variante des Coronavirus ab. Deshalb empfahl das Gremium, einen der XBB.1-Abkömmlinge als Antigen einzusetzen, um die notwendige Reaktion des menschlichen Immunsystems auszulösen.

Manche der derzeit zugelassenen Impfstoffe enthalten noch die Version des Virus, die zu Beginn der Pandemie identifiziert worden war. Das WHO-Gremium wies aber darauf hin, dass dieses «Index-Virus» beim derzeitigen Infektionsgeschehen keine Rolle mehr spielt und kaum wirksam gegen XBB-Stämme ist. Deshalb sollte es aus künftigen Impf-Rezepturen verschwinden, hieß es.


Bildnachweis: © Sina Schuldt/dpa
Copyright 2023, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten

Meistgelesene Artikel

Segelflugzeug stürzt auf A45 – ein Toter bei Olpe
Aus aller Welt

Beim Absturz eines Segelflugzeugs auf eine Autobahn im Sauerland kommt der Pilot ums Leben. Die Polizei ermittelt, zur Ursache gibt es noch keine Angaben.

weiterlesen...
Malle-Rietberg-Festival wird verschoben
Gartenschaupark Rietberg

Event findet nun am Fronleichnamstag, Donnerstag, 4. Juni, statt Rietberg. Das Malle-Rietberg-Festival, das am Vatertag,...

weiterlesen...
Studie: Leben und Arbeiten im Kreis Gütersloh
Kreis Gütersloh

Gütersloh. Wie leben Menschen aus Rumänien, Polen, Bulgarien oder Nordmazedonien im Kreis Gütersloh? Welche...

weiterlesen...

Neueste Artikel

Fall Fabian: Smartphone der Angeklagte als Spurenquelle
Aus aller Welt

Im Fall des getöteten achtjährigen Fabian spielen Tausende Chatnachrichten eine wichtige Rolle. Sie geben detailreich Aufschluss über die Aktivitäten der Angeklagten vor und nach dem Tod des Jungen.

weiterlesen...
EU-Bericht: Drogenmafia setzt verstärkt Jugendliche ein
Aus aller Welt

Immer mehr junge Menschen werden von Kriminellen in Europa für Drogenhandel und brutale Aufträge rekrutiert. Dieses Modell hat mittlerweile einen eigenen Namen.

weiterlesen...

Weitere Artikel derselben Kategorie

Fall Fabian: Smartphone der Angeklagte als Spurenquelle
Aus aller Welt

Im Fall des getöteten achtjährigen Fabian spielen Tausende Chatnachrichten eine wichtige Rolle. Sie geben detailreich Aufschluss über die Aktivitäten der Angeklagten vor und nach dem Tod des Jungen.

weiterlesen...
EU-Bericht: Drogenmafia setzt verstärkt Jugendliche ein
Aus aller Welt

Immer mehr junge Menschen werden von Kriminellen in Europa für Drogenhandel und brutale Aufträge rekrutiert. Dieses Modell hat mittlerweile einen eigenen Namen.

weiterlesen...
ANZEIGE – Premiumpartner