12. August 2025 / Aus aller Welt

Delfine gestört: Jetski-Fahrern droht hohe Geldbuße

Zwei Jetski-Fahrer stören vor der australischen Südküste eine Delfinschule. Aber in Down Under gelten strenge Tierschutzregeln: Den Männern droht eine hohe Geldstrafe - oder sogar Haft.

In Australien müssen Jetski-Fahrer großen Abstand zu Meeressäugern halten. (Symbolbild)
Veröffentlicht am 12. August 2025 um 07:18 Uhr von dpa

In Australien droht zwei jungen Jetski-Fahrern eine hohe Geldstrafe oder sogar Haft, weil sie eine Gruppe Delfine gestört haben sollen. Videomaterial von Augenzeugen zeige, wie einer der beiden Männer mit hoher Geschwindigkeit durch eine Gruppe der Meeressäuger gerast sei, während der andere in deren unmittelbarer Nähe stehengeblieben sei, berichtete der Sender 9News unter Berufung auf die örtliche Umwelt- und Wasserbehörde (DEW). 

Laut den aktuellen Vorschriften müssen Jetskis, die für ihre Geschwindigkeit und den hohen Lärmpegel bekannt sind, mindestens 300 Meter Abstand zu Meeressäugern halten. Befinden sich Fahrer versehentlich innerhalb einer Delfinschule, wie die sozialen Verbände genannt werden, sind sie verpflichtet, umgehend den Motor auszuschalten. 

«Es drohen Geldstrafen von bis zu 100.000 Australischen Dollar (86.000 Euro) oder bis zu zwei Jahre Haft für die Störung von Meeressäugern und das Nichteinhalten der vorgeschriebenen Abstände», sagte DEW-Sprecherin Lisien Loan. Der Vorfall ereignete sich vor beliebten Stränden der südaustralischen Stadt Adelaide. 

Bei dem Vorfall handele es sich um einen der schwerwiegendsten derartigen Verstöße der vergangenen Jahre: «Sie waren sehr nah dran und störten die Schwimmrichtung der Delfine. Das verstößt klar gegen die Vorschriften.»

Volle Härte des Gesetzes

Einige der Tiere seien unruhig geworden und hätten sich vom Hauptverband entfernt, zitierte der Sender die lokale Delfin-Verhaltensforscherin Melissa Blewitt. Es sei dringend notwendig, die Öffentlichkeit stärker für ein verantwortungsbewusstes Verhalten gegenüber Meereslebewesen zu sensibilisieren, forderte sie.

Die Behörde versucht derzeit, die beiden Jetski-Fahrer zu identifizieren. Sie müssten damit rechnen, mit der vollen Härte des Gesetzes bestraft zu werden.


Bildnachweis: © picture alliance / dpa
Copyright 2025, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten

Meistgelesene Artikel

Rückruf von Dattel-Kugeln ausgeweitet
Aus aller Welt

Betroffen ist ein Artikel des Hamburger Snackunternehmens Foodloose. Kunden sollten vom Verzehr absehen, wenn die Verpackung eine bestimmte Chargennummer trägt.

weiterlesen...
Erneute Auszeichnung für drei starke Innungsbetriebe
Kreishandwerkerschaft Gütersloh-Bielefeld

Drei Betriebe aus dem Bereich des Lebensmittelhandwerks dürfen sich erneut über eine besondere Anerkennung freuen: Die...

weiterlesen...
Save the Date: Goldener Kamm in Gütersloh
Kreishandwerkerschaft Gütersloh-Bielefeld

Am 11. Oktober treten die besten Nachwuchsfriseure aus Nordwestdeutschland in der Stadthalle Gütersloh gegeneinander...

weiterlesen...

Neueste Artikel

130 sexualisierte Straftaten - Kinderarzt angeklagt
Aus aller Welt

Ein Kinderarzt in Brandenburg ist wegen 130 Fällen sexualisierter Straftaten angeklagt. Viele Taten sollen während seiner Dienstzeit im Krankenhaus geschehen sein.

weiterlesen...
Zwei Jahre Haft für Drogenlieferant nach Matthew Perrys Tod
Aus aller Welt

2023 starb «Friends»-Star Matthew Perry an einer Ketamin-Überdosis. Es gab mehrere Drogenlieferanten - ein weiterer muss nun ins Gefängnis.

weiterlesen...

Weitere Artikel derselben Kategorie

130 sexualisierte Straftaten - Kinderarzt angeklagt
Aus aller Welt

Ein Kinderarzt in Brandenburg ist wegen 130 Fällen sexualisierter Straftaten angeklagt. Viele Taten sollen während seiner Dienstzeit im Krankenhaus geschehen sein.

weiterlesen...
Zwei Jahre Haft für Drogenlieferant nach Matthew Perrys Tod
Aus aller Welt

2023 starb «Friends»-Star Matthew Perry an einer Ketamin-Überdosis. Es gab mehrere Drogenlieferanten - ein weiterer muss nun ins Gefängnis.

weiterlesen...
ANZEIGE – Premiumpartner