Es geht um mehr als ein gebrochenes Herz oder darum, die Nase mal voll zu haben: Das Deutsche Hygiene-Museum in Dresden widmet sich in einer neuen Ausstellung psychischen Problemen. Die Schau «Wie geht's?» soll Gäste für Erkrankungen sensibilisieren, die bei vielen nicht offen zutage treten, aber immer mehr um sich greifen. Die Ausstellung wird am Samstag (7.3.) eröffnet und dauert bis zum 4. April 2027. Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation haben etwa eine Milliarde Soziologin Claudia Neu berichtet in der Ausstellung über die verschiedenen Formen von Einsamkeit - emotionale, soziale und kollektive Einsamkeit. Vor der Corona-Pandemie fanden sich vier Prozent der Befragten bei einer Umfrage fast immer einsam. In der Pandemie schnellten die Werte nach oben. Die Folgen seien noch immer spürbar - vor allem bei Kindern und Jugendlichen. Museums-Direktorin Iris Edenheiser konstatiert eine deutliche Zunahme psychischer Belastungen - als Folge der Pandemie, der Digitalisierung des Alltags und globaler Krisen. Die Grenze zwischen gesund und krank sei viel fließender als man denke. Während das Bewusstsein für eine solche Erkrankung wächst, ist das Sprechen darüber oft noch ein Tabu - manchmal aus Angst vor Reaktionen, manchmal aus Angst vor Jobverlust, hieß es. Während Erkrankungen wie Depression, Burnout oder ADHS zunehmend gesellschaftlich akzeptiert werden, erfahren etwa Psychosen oder Suchterkrankungen sogar eine stärkere Stigmatisierung. Das Museum möchte, dass sich jeder angesprochen fühlt. Mit künstlerischen, medialen, interaktiven Zugängen lädt die Ausstellung dazu ein, sich mit einem Thema näher auseinanderzusetzen, das alle betrifft. Die Schau bietet auch Rückzugsorte, an denen man sich über konkrete Hilfsangebote informieren kann.Jeder vierte bekommt im Laufe seines Lebens psychische Probleme
Menschen auf der Erde psychische Probleme, in Deutschland erkrankt jeder
Vierte im Laufe seines Lebens daran. Folgen der Corona-Pandemie noch immer spürbar
Sprechen über seelische Leiden ist oft noch ein Tabu
Bildnachweis: © Sebastian Kahnert/dpa
Copyright 2026, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten
Dresdner Museum fragt «Wie geht's?»
Das Deutsche Hygiene-Museum in Dresden widmet sich in einer neuen Ausstellung dem Megathema «mental health», also psychischen Problemen. Wie macht es das?
Meistgelesene Artikel
- 23. Mai 2026
Segelflugzeug stürzt auf A45 – ein Toter bei Olpe
Beim Absturz eines Segelflugzeugs auf eine Autobahn im Sauerland kommt der Pilot ums Leben. Die Polizei ermittelt, zur Ursache gibt es noch keine Angaben.
- 12. Mai 2026
Malle-Rietberg-Festival wird verschoben
Event findet nun am Fronleichnamstag, Donnerstag, 4. Juni, statt Rietberg. Das Malle-Rietberg-Festival, das am Vatertag,...
- 22. Mai 2026
Studie: Leben und Arbeiten im Kreis Gütersloh
Gütersloh. Wie leben Menschen aus Rumänien, Polen, Bulgarien oder Nordmazedonien im Kreis Gütersloh? Welche...
Neueste Artikel
- 7. Juni 2026
Zwei Eis (plus Extras) in Rom: 44 Euro
Sie waren nicht die ersten Touristen, die sich in Italiens Hauptstadt abziehen ließen. Aber die Empörung über eine arg teure Pause ist bei einem Paar aus den USA groß – genauso wie auf Facebook.
- 7. Juni 2026
Zwei spürbare Erdbeben in Mittelgriechenland
Die Erde bebte auf der Insel Euböa – sogar in Athen wackeln Häuser. Wie die Menschen reagieren und warum die Region immer wieder bebt.
Weitere Artikel derselben Kategorie
- 7. Juni 2026
Zwei Eis (plus Extras) in Rom: 44 Euro
Sie waren nicht die ersten Touristen, die sich in Italiens Hauptstadt abziehen ließen. Aber die Empörung über eine arg teure Pause ist bei einem Paar aus den USA groß – genauso wie auf Facebook.
- 7. Juni 2026
Zwei spürbare Erdbeben in Mittelgriechenland
Die Erde bebte auf der Insel Euböa – sogar in Athen wackeln Häuser. Wie die Menschen reagieren und warum die Region immer wieder bebt.





