30. Juni 2025 / Aus aller Welt

Einsatzkräfte bekämpfen Großbrände in Izmir und Hatay

In der Türkei sind zuletzt zahlreiche Feuer ausgebrochen. Gegen manche kämpfen Einsatzkräfte bisher erfolglos.

Mehrere Autos verbrannten in den Feuern.
Veröffentlicht am 30. Juni 2025 um 14:30 Uhr von dpa

Einsatzkräfte in der Türkei kämpfen in mehreren Provinzen gegen Brände, die sich bei starken Winden ausbreiten. In den Provinzen Hatay und Izmir etwa wüten Feuer, die auch Wohngebiete bedrohen, wie die Sender CNN Türk und TRT berichteten. Anwohner reagierten panisch auf ein herannahendes Feuer, wie Videos der Nachrichtenagentur IHA aus dem in der Provinz Hatay liegenden Antakya zeigten. In der Provinz Manisa bekämpfen Helfer einen Brand den dritten Tag in Folge.

Mehrere Dörfer und Viertel wurden vorsorglich evakuiert. Aufgrund der Brände in Izmir, Hatay und einem weiteren Feuer in der Provinz Bilecik wurden insgesamt 50.000 Menschen in sichere Gebiete gebracht, wie Innenminister Ali Yerlikaya auf X schrieb. Demnach wurden in Izmir knapp 130 Gebäude und Wohnungen sowie in Bilecik mehr als 60 Wohneinheiten und 20 Scheunen durch die Feuer beschädigt.

In Izmir waren Rettungsteams die ganze Nacht im Einsatz, um die Feuer unter Kontrolle zu bekommen, wie die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu berichtete. 21 Menschen seien im Krankenhaus behandelt und mittlerweile wieder entlassen worden, sagte Landwirtschaftsminister Ibrahim Yumakli. Starker Wind erschwert die Löscharbeiten.

Mehr als 250 Brände landesweit

Die Feuer in Izmir wüten demnach auf einer Länge von etwa zwölf Kilometern. Die Brandursache sei noch unklar. 

Einer der Brände zwischen den Gemeinden Menderes und Seferihisar sei in einem Waldstück ausgebrochen, ein anderer in der Gemeinde Gaziemir auf einer Müllhalde. Laut TRT verbrannten mehrere Autos in den Feuern. 

Das türkische Kommunikationsdirektorat teilte mit, von Freitag bis Sonntag habe es landesweit 263 Brände gegeben. 259 davon seien unter Kontrolle gebracht worden. Allein in Izmir seien derzeit mehr als 1.000 Rettungskräfte im Einsatz.


Bildnachweis: © Murat Kocabas/SOPA Images via ZUMA Press Wire/dpa
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