Die lange vergleichsweise hohen Temperaturen im Dezember haben so manchen Winterschläfer zur Unzeit geweckt. Macht diesen Igeln, Feldhamstern und Fledermäusen nun der Temperatursturz auf Minusgrade zu schaffen? Jeder zusätzliche Aufwachprozess vor dem eigentlichen Frühlingsbeginn führe zum Verlust wichtiger Energiereserven, sagt Klaus Hackländer, Vorstand der Deutschen Wildtier Stiftung. Wenn es mit den Temperaturen noch mehrmals stark auf und ab gehe, könne das für viele Winterschläfer lebensbedrohlich werden. Prinzipiell seien für solche Arten eher zu warme als normal kalte Wintertemperaturen das Problem, erklärt der Wildtierbiologe. Winterschläfer hielten ihre Körperkerntemperatur nah an der dann üblicherweise sehr niedrigen Umgebungstemperatur. Da die Körpertemperatur nicht tiefer als die Umgebungstemperatur fallen könne, bedeute wärmeres Wetter einen höheren Grundumsatz und damit rascher schwindende Energiereserven. Einem Tier in Winterruhe wie dem Eichhörnchen mit seinen Nüsse-Lagern mache das weniger aus, weil es auch im Winter etwas fressen und so Energie nachtanken könne. Ein Igel oder eine Fledermaus habe mangels Insekten diese Möglichkeit nicht, sagt Hackländer. «Das kann zu Energieengpässen führen.» Kritisch könnten auch lange Frostperioden sein, in denen die Tiere über einen aktiveren Stoffwechsel eine über dem Gefrierpunkt liegende Körpertemperatur aufrechterhalten müssen. Verstärkt werde das Problem, wenn es wie derzeit an einer isolierenden Schneeschicht mangle. «Der Frost erreicht dann direkt den Boden.»
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Erst warm, nun eisig: Was bedeutet das für Winterschläfer?
Igel tapsten zuletzt durch so manchen Garten, aufgeweckt von frühlingshafter Wärme. Sie gehen nun mit weniger Reserven in die Kältephase.
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