1. April 2022 / Aus aller Welt

Schnee zum Aprilstart in Deutschland

In Deutschland ist es wieder winterlich geworden. Und wer in diesen Tagen auf schönes Urlaubswetter in Spanien gesetzt hat, der könnte auch schwer enttäuscht werden.

Schnee liegt auf einer blühenden Zierkirsche in der Region Hannover.
Veröffentlicht am 1. April 2022 um 14:58 Uhr von dpa

Ausgerechnet zum ersten Tag des Aprils ist der Winter nach Deutschland zurückgekehrt - und auch am Wochenende soll es kalt und ungemütlich bleiben.

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) erwartet am Samstag oberhalb von 400 bis 600 Meter bis zu zehn Zentimeter Neuschnee. «Morgen früh dürfte man über der Mitte und dem Süden beim Hochziehen der Rollläden vielfach auf eine dünne Schneedecke oder zumindest etwas Schneematsch blicken», sagte ein DWD-Meteorologe am Freitag in Offenbach.

Erst am Sonntag klingen die Schneefälle den Angaben zufolge allmählich ab. Doch so frühlingshaft wie Ende März wird es laut DWD so schnell nicht. «Es wird zwar wieder etwas milder, es bleibt in der kommenden Woche meist aber weiterhin kühl», sagte der Meteorologe. Dazu wird es stürmisch und sehr unbeständig.

Bis 13 Zentimeter Schnee

In der Nacht zum Freitag fiel den Angaben zufolge vor allem über der Mitte Deutschlands und im Allgäu Schnee. Im niedersächsischen Ostercappeln-Schwagstorf und in Göschitz in Thüringen wurden zehn Zentimeter gemessen, in Lügde in Nordrhein-Westfalen 13 Zentimeter.

In Baden-Württemberg meldeten unter anderem der Schwarzwald und die Schwäbische Alb Neuschnee. Für Skifahrer reicht das aber nicht aus. Sämtliche Lifte des Verbunds am Feldberg im Schwarzwald waren am Freitag geschlossen, wie auf der Homepage des Liftverbunds zu lesen war. In Thüringen und anderen Bundesländern machte der Schneefall vor allem Autofahrern zu schaffen. So prallten Fahrzeuge auf der schneebedeckten Autobahn 4 bei Gotha in die Leitplanke.

Kaltes Spanien

Winterlich war es auch in Teilen Spaniens: Im Norden behinderte ein Schneesturm den Verkehr schwer. Besonders betroffen war die Pyrenäen-Region Navarra an der Grenze zu Frankreich. Mehrere Gebirgspässe mussten gesperrt werden. Aber nicht nur Navarra erlebte in Spanien einen späten Wintereinbruch. Der nationale Wetterdienst Aemet gab für Freitag und für das Wochenende Unwetterwarnungen für zahlreiche Gebiete in insgesamt neun der 17 Regionen des Landes aus.

Die Bewohner betroffener Gebiete werden unter anderem vor extremer Kälte, Schnee, starkem Wind und hohem Wellengang gewarnt. Auch für die Balearen mit der Urlaubsinsel Mallorca gilt Warnstufe Orange. Dort werden laut Aemet bis zu acht Meter hohe Wellen erwartet. Bei Temperaturen von bis zu 19 Grad gingen Touristen aber derweil in Málaga und anderen südspanischen Küstenstädten am Freitag ins Meer.


Bildnachweis: © Julian Stratenschulte/dpa
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