23. Juni 2025 / Aus aller Welt

Etwa jedes vierte Kind wächst in kinderreicher Familie auf

26 Prozent der Kinder in Deutschland lebten vergangenes Jahr mit zwei oder mehr Geschwistern zusammen. Der Anteil ist zuletzt leicht gestiegen.

Familien mit Einwanderungsgeschichte haben doppelt so oft drei oder mehr Kinder als Familien ohne Einwanderungsgeschichte. (Symbolbild)
Veröffentlicht am 23. Juni 2025 um 09:38 Uhr von dpa

Etwa jedes vierte Kind hat vergangenes Jahr in Deutschland in einer kinderreichen Familie gelebt - es wächst also mit mindestens zwei Geschwistern auf. Der Anteil betrug nach Angaben des Statistischen Bundesamts 26 Prozent. Über die Jahre gab es hier leichte Veränderungen: Der Anteil der Kinder in kinderreichen Familien betrug im Jahr 1996 zunächst 25 Prozent, sank bis 2015 auf 23 Prozent und stieg dann wieder an.

Mit drei oder mehr Geschwistern wohnten vergangenes Jahr acht Prozent der Kinder zusammen, mit zwei Geschwistern 18 Prozent. Rund 44 Prozent lebten mit einem Geschwisterkind, rund 30 Prozent der Kinder lebten ohne Geschwister.

Bezogen auf die Zahl der Familien in Deutschland betrug der Anteil von kinderreichen Familien vergangenes Jahr 13 Prozent. Familien mit Einwanderungsgeschichte hatten den Zahlen aus dem vergangenen Jahr zufolge häufiger drei oder mehr Kinder (19 Prozent) als Familien ohne Einwanderungsgeschichte (10 Prozent).

Unterschiede zwischen West und Ost

In den westlichen Bundesländern gab es mit rund 13 Prozent etwas häufiger kinderreiche Familien als in den östlichen Ländern mit 11 Prozent. Auch die Frage, ob die Eltern zusammenleben, macht einen Unterschied: Der Anteil kinderreicher Familien ist bei zwei Elternteilen (15 Prozent) höher als bei Alleinerziehenden (8 Prozent).

Bei den Zahlen handelt es sich um Ergebnisse des Mikrozensus, für den jährlich ein Prozent der Bevölkerung befragt wird. Als Familie werden alle Eltern-Kind-Gemeinschaften gezählt, die in einem gemeinsamen Haushalt leben. Kinder, die ausgezogen sind, werden nicht berücksichtigt.


Bildnachweis: © Rolf Vennenbernd/dpa
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