Wut und Empörung junger Leute sind angesichts der Herausforderungen des Klimawandels und der Pandemie nach Überzeugung eines Experten angemessen. «Eine aktive kämpferische Haltung kommt nicht mit der psychischen Gesundheit in Konflikt», betonte der Kinder- und Jugend-Psychiater Reinmar Du Bois. Die Gemeinschaft und Solidarität, derer sich die jungen Menschen bei Demos und Aktionen versichern, sei ein gutes Mittel gegen die Angst. «Angst entsteht in der Isolation», sagt der Stuttgarter Professor. Ängste entstehen nach Beobachtung Du Bois' eher bei den Eltern als bei Kindern. Vor allem jüngere Kinder fühlten sich gar nicht von der Debatte um den Klimawandel betroffen. «Sie fürchten sich eher vor Einbrechern oder Feuer.» Die Eltern projizierten vielmehr ihre Ängste auf den Nachwuchs. «Sie sollten zu ihren eigenen Ängsten stehen, mit ihren Kindern auf die Straße gehen, um gemeinsam der Angst zu entgehen.» Werde über den Klimawandel gesprochen, dann immer mit der Maßgabe, dass man noch etwas dagegen tun kann, rät der Experte.Ängste eher bei Eltern
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Experte: Wut ist gesünder als Angst
Die Wut der jungen Menschen in Anbetracht aktueller Herausforderungen ist laut eines Experten angemessen. Demos und Aktionen seien dabei ein gutes Mittel gegen die Angst.
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