Umweltkrisen sind nach Ansicht eines Beratergremiums der Bundesregierung eine zunehmende Gefahr für die Gesundheit der Bürgerinnen und Bürger. In Europa seien etwa 15 Prozent der Todesfälle auf umweltbedingte Risikofaktoren zurückzuführen, hieß es in einem veröffentlichten Sondergutachten des Sachverständigenrates für Umweltfragen (SRU). Eine besonders große Bedeutung für die Gesundheit habe die Belastung der Luft mit Schadstoffen, insbesondere mit Feinstaub. «Feinstaub trägt zu Atemwegserkrankungen bei und kann auch andere Organe und Organsysteme wie das Herz-Kreislauf-System beeinträchtigen», schreiben die Expertinnen und Experten. «Ein besonderes Augenmerk liegt auf den kleinsten Partikeln, dem Ultrafeinstaub. Dieser kann besonders tief in den menschlichen Körper eindringen und unterschiedliche negative Wirkungen auf die Gesundheit verursachen.» Bislang gebe es keinen gesonderten Grenzwert für Ultrafeinstäube. Größte Verursacher dieser Feinstaubbelastungen seien der Verkehr sowie Verbrennungsprozesse in der Industrie und den Haushalten. Besonders gefährdet zu erkranken sind dem Beratergremium zufolge sozial benachteiligte Menschen. Sie seien überdurchschnittlich oft Lärm und Luftschadstoffen ausgesetzt, die vom Straßenverkehr verursacht werden. «Die Kommunen sollten diese Quartiere gezielt entlasten», sagte Ratsmitglied Wolfgang Köck. «Gesundheitsbezogener Umweltschutz in der städtischen Planung benötigt eine aktivere Mitwirkung der Gesundheitsämter und eine stärkere Beteiligung der Öffentlichkeit sowie finanzielle Unterstützung durch Bund und Länder.»
Bildnachweis: © Matthias Balk/dpa
Copyright 2023, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten
Expertenrat: Umweltkrisen gefährden die Gesundheit
15 Prozent der Todesfälle in Europa sind auf umweltbedingte Risikofaktoren zurückzuführen. Ein Risikofaktor sticht dabei besonders heraus.
Meistgelesene Artikel
- 16. April 2026
Rückruf von Dattel-Kugeln ausgeweitet
Betroffen ist ein Artikel des Hamburger Snackunternehmens Foodloose. Kunden sollten vom Verzehr absehen, wenn die Verpackung eine bestimmte Chargennummer trägt.
Besucher erwartet ein Abend mit Andacht, Feuer, Bratwurst und Getränken
- 29. März 2026
«Es geht ihm schlecht» - Lage des Buckelwals unverändert
Seit Tagen hält das Drama um den Buckelwal in der Ostsee an. Die Menschen in Deutschland fiebern mit - wird er sich erneut befreien können? Die Experten hoffen auf die Dunkelheit.
Neueste Artikel
- 20. April 2026
In Rietberg eine neue Heimat gefunden
Andreas Sunder lud zum Neubürgerempfang ein Rietberg. Die Stadt Rietberg und ihre sieben Ortsteile sind bei...
- 20. April 2026
Er schwimmt, er schwimmt nicht: Drama um Buckelwal vor Poel
Nach Wochen schwimmt der gestrandete Buckelwal vor Poel plötzlich los. Die private Hilfsinitiative improvisiert - dennoch liegt der Wal rasch wieder. Und will oder kann von seinem Platz nicht weg.
Weitere Artikel derselben Kategorie
- 20. April 2026
Er schwimmt, er schwimmt nicht: Drama um Buckelwal vor Poel
Nach Wochen schwimmt der gestrandete Buckelwal vor Poel plötzlich los. Die private Hilfsinitiative improvisiert - dennoch liegt der Wal rasch wieder. Und will oder kann von seinem Platz nicht weg.
- 20. April 2026
Gift in Babynahrung - Ermittlungen wegen Erpressungsversuch
Die Polizei ermittelt nach dem Fund von Rattengift in Babynahrung wegen versuchter Erpressung. In Österreich suchen Beamte parallel dazu nach einem weiteren möglicherweise mit Gift verseuchten Glas.





