Gegen den Fahrer der Todesfahrt in Belgien ist Anklage wegen fahrlässiger Tötung und fahrlässiger Körperverletzung mit Todesfolge im Rahmen eines Verkehrsunfalls erhoben worden. Es sei ein Haftbefehl gegen den 34-Jährigen erlassen worden, berichtete die Nachrichtenagentur Belga unter Berufung auf die Staatsanwaltschaft. Die Ermittler gehen derzeit davon aus, dass der Mann unvorsichtig gefahren sei, aber keine Tötungsabsicht hatte. Am Sonntag war in dem südbelgischen Ort Strépy-Bracquegnies ein Auto bei einer Karnevalsveranstaltung in eine Menschenmenge gerast. Sechs Menschen starben. Bereits am Sonntag sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft, dass es keine Hinweise auf einen terroristischen Hintergrund gebe. Der Staatsanwaltschaft zufolge gab der Fahrer mittlerweile zu, dass er deutlich zu schnell unterwegs gewesen sei. Der Sender VRT berichtete, er habe ausgesagt, in der 50er Zone rund 90 Stundenkilometer gefahren zu sein. Kurz vor dem Aufprall habe er gebremst, was Kamerabilder bestätigten. Nach dem Aufprall fuhr der Fahrer eigenen Angaben zufolge wegen des Schocks noch mehrere Hundert Meter weiter. Den Ermittlern zufolge war er angetrunken. Der Alkoholwert habe knapp über dem gesetzlichen Grenzwert gelegen. Der Beifahrer (32) ist nach Angaben der Staatsanwaltschaft wegen unterlassener Hilfeleistung angeklagt worden. Er sei zunächst unter Auflagen freigelassen worden. Die Ermittler betonten, dass sich die Gründe für die Anklage im Laufe der Ermittlungen noch ändern könnten. Sie beruhten auf den bislang erzielten Erkenntnissen.
Bildnachweis: © Laurie Dieffembacq/BELGA/dpa
Copyright 2022, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten
Todesfahrer in Belgien wegen fahrlässiger Tötung angeklagt
Er war zu schnell unterwegs und hatte Alkohol getrunken - sechs Menschen starben bei der Todesfahrt eines 34-Jährigen. Jetzt wurde Anklage erhoben.
Meistgelesene Artikel
- 8. Januar 2026
Explosion am frühen Morgen - Drei Tote nach Haus-Einsturz
Lange wird nach einer Familie gesucht, dann ist klar: Vater, Mutter und Kind sind in den Trümmern ihres Hauses ums Leben gekommen. Viele Hintergründe der Explosion sind noch unklar.
- 29. Dezember 2025
Weihnachtsbaum abholen lassen - hier gibt´s die Termine
Sinnvolle Entsorgung der ausrangierten Christbäume Rietberg. Bequemer geht es nicht: einfach die abgeschmückte Tanne...
- 6. Januar 2026
Schnee in Bielefeld & Kreis Gütersloh: Wer räumen muss - und welches Streumittel erlaubt ist
Achtung Rutschgefahr in Ostwestfalen!
Neueste Artikel
- 19. Januar 2026
Mindestens 21 Tote bei Zugunglück in Spanien
Das spanische Bahn-Hochgeschwindigkeitsnetz gilt als eines der modernsten weltweit. Ein tragischer Unfall erschüttert nun das Land.
- 18. Januar 2026
Mindestens zehn Tote bei Zugunglück in Spanien
Das spanische Bahn-Hochgeschwindigkeitsnetz gilt als eines der modernsten weltweit. Ein Unglück mit vielen Todesopfern legt nun den Bahnverkehr im Urlaubsland auf einer der wichtigsten Strecken lahm.
Weitere Artikel derselben Kategorie
- 19. Januar 2026
Mindestens 21 Tote bei Zugunglück in Spanien
Das spanische Bahn-Hochgeschwindigkeitsnetz gilt als eines der modernsten weltweit. Ein tragischer Unfall erschüttert nun das Land.
- 18. Januar 2026
Mindestens zehn Tote bei Zugunglück in Spanien
Das spanische Bahn-Hochgeschwindigkeitsnetz gilt als eines der modernsten weltweit. Ein Unglück mit vielen Todesopfern legt nun den Bahnverkehr im Urlaubsland auf einer der wichtigsten Strecken lahm.





