Bei einem schweren Brand in einem Containerdorf für Flüchtlinge in Buchholz in der Nordheide ist ein Mensch gestorben und ein Polizist schwer verletzt worden. Um wen es sich bei dem Toten handelt, ist noch unklar - die leblose Person wurde im Gebäude gefunden. Insgesamt seien 20 Menschen verletzt worden, teilte die Polizei mit. Zunächst habe es am Vormittag «Hinweise auf eine Brandgefahr» in der Bleibe für etwa 100 Menschen im Landkreis Harburg gegeben, hieß es in einer Mitteilung der Polizei. «Wir haben den Hinweis auf eine zündelnde Person bekommen», sagte ein Polizeisprecher. Zwei Beamte und zwei Mitarbeitende der Unterkunft seien in einen Wohncontainer gegangen und hätten dort Benzingeruch wahrgenommen. Plötzlich sei es zu einer Explosion gekommen. Im Erdgeschoss der zweistöckigen Anlage sei ein Feuer ausgebrochen, hieß es von der Feuerwehr. Die Unterkunft mit insgesamt 48 Containern geriet in Vollbrand. Ein Beamter erlitt schwere Verbrennungen, wie ein Sprecher der Feuerwehr sagte. Ein Mitarbeiter der Unterkunft habe schwere Verbrennungen erlitten und auch eine Polizistin sei verletzt worden. Wie schwer, konnte der Feuerwehrsprecher zunächst nicht sagen. Niedersachsens Innenministerin Daniela Behrens zeigte sich in einer Mitteilung betroffen. «Dass bei der Explosion ein Mensch verstorben und mehrere Menschen, darunter eine Polizeibeamtin und ein Polizeibeamter, teilweise schwerverletzt wurden, ist furchtbar und ein Schock für alle Betroffenen und deren Angehörige.» Die SPD-Politikerin sagte, sie hoffe, dass alle ihre Verletzungen gut überstehen werden. «Sicherlich stehen auch die Bewohnerinnen und Bewohner sowie die Beschäftigten unter Schock, sie werden entsprechend betreut.» In den Mittagsstunden seien rund 150 Einsatzkräfte zur Asylbewerberunterkunft an der Bremer Straße geeilt. «Unsere Priorität war die Menschenrettung, wir wussten nicht, wie viele Personen um die Zeit noch im Gebäude sind», sagte der Feuerwehrsprecher. Alle Container seien durchsucht worden. Die Verletzten - darunter auch Bewohnerinnen und Bewohner der provisorischen Wohneinheiten - wurden vor Ort versorgt und teilweise in umliegende Kliniken gefahren. Auch der schwer verletzte Polizeibeamte wurde in ein Krankenhaus gebracht. Das Feuer sei relativ schnell unter Kontrolle gebracht worden, sagte der Feuerwehrsprecher. Die Lösch- und Rettungsarbeiten wurden am Nachmittag abgeschlossen. Seelsorger waren im Einsatz. Um die Rettungsarbeiten nicht zu behindern, bat die Polizei, den Bereich weiträumig zu meiden. Die Absperrungen wurden nach und nach aufgehoben. «Sobald es die Hitze zulässt, werden Brandermittler den Tatort untersuchen», sagte der Polizeisprecher. Zur Ursache werde in alle Richtungen ermittelt. Die Bewohnerinnen und Bewohner des Containerdorfes werden in der Schützenhalle in Buchholz untergebracht, wo derzeit schon weitere Flüchtlinge leben.Benzingeruch - und dann eine Explosion
Großaufgebot vor Ort
Polizei ermittelt in alle Richtungen
Bildnachweis: © Georg Wendt/dpa
Copyright 2024, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten
Flüchtlingsunterkunft brennt - ein Toter, Polizist verletzt
In Buchholz in der Nordheide gibt es eine Explosion in einer Flüchtlingsunterkunft. Die Anlage brennt lichterloh. Ein Mensch stirbt, ein Polizist wird schwer verletzt.
Meistgelesene Artikel
Besucher erwartet ein Abend mit Andacht, Feuer, Bratwurst und Getränken
- 29. März 2026
«Es geht ihm schlecht» - Lage des Buckelwals unverändert
Seit Tagen hält das Drama um den Buckelwal in der Ostsee an. Die Menschen in Deutschland fiebern mit - wird er sich erneut befreien können? Die Experten hoffen auf die Dunkelheit.
- 18. März 2026
Serviceportal heute nur eingeschränkt erreichbar
Wartungsarbeiten führen zu Verzögerung Rietberg. Am heutigen Mittwoch ist das Serviceportal der Stadt Rietberg, die...
Neueste Artikel
- 13. April 2026
Supertaifun «Sinlaku» bedroht US-Außengebiete im Pazifik
Ein Monster-Taifun steuert auf US-Außengebiete im Pazifik zu. Die Behörden schlagen Alarm – und warnen vor zerstörerischen Winden und Überschwemmungen. US-Präsident Trump ruft den Notstand aus.
- 13. April 2026
Zyklon «Maila» im Südpazifik: Elf Tote in Papua-Neuguinea
Ein Zyklon zerstört in Papua-Neuguinea ganze Dörfer. Fast ein Dutzend Menschen sind tot, Hunderte sind obdachlos. Auch die Salomonen sind betroffen. Das Problem: Viele Dörfer liegen sehr abgelegen.
Weitere Artikel derselben Kategorie
- 13. April 2026
Supertaifun «Sinlaku» bedroht US-Außengebiete im Pazifik
Ein Monster-Taifun steuert auf US-Außengebiete im Pazifik zu. Die Behörden schlagen Alarm – und warnen vor zerstörerischen Winden und Überschwemmungen. US-Präsident Trump ruft den Notstand aus.
- 13. April 2026
Zyklon «Maila» im Südpazifik: Elf Tote in Papua-Neuguinea
Ein Zyklon zerstört in Papua-Neuguinea ganze Dörfer. Fast ein Dutzend Menschen sind tot, Hunderte sind obdachlos. Auch die Salomonen sind betroffen. Das Problem: Viele Dörfer liegen sehr abgelegen.





