Für den Handel mit bestimmten Wasserfröschen gelten künftig strenge Regeln. Sie werden vor allem für den Verkauf von Froschschenkeln gefangen, die einigen Menschen als Delikatesse gelten. Die zuständige Kommission der Weltartenkonferenz (Cites) hat beschlossen, vier Arten in Schutzlisten aufzunehmen. Der Beschluss muss zum Ende der Konferenz noch im Plenum bestätigt werden. Die Antragsteller argumentierten mit einer Gefahr durch den internationalen Handel mit Froschschenkeln vor allem für den europäischen Markt. Der Organisation Pro Wildlife zufolge ist die EU der weltweit größte Importeur von Froschschenkeln. Die Entscheidung zur Beschränkung des Handels begrüßt die Organisation daher. «Das ist ein Riesenerfolg, den wir sehr feiern», sagte Sandra Altherr. Mit der Listung soll ihr zufolge «der Raubbau an Wasserfröschen aus der Türkei, Albanien und Aserbaidschan künftig gestoppt werden». Auch Inka Gnittke von der Leitung der deutschen Delegation in Samarkand sah im Vorfeld der Konferenz die EU als Konsument und Zielort des Handels in der Verantwortung. Gelten sollen die Regeln zum Schutz der Wasserfrösche verzögert ab Mitte 2027. Das Washingtoner Artenschutzübereinkommen (Cites) regelt den globalen Handel mit gefährdeten Arten. Ziel ist, ihr Überleben sicherzustellen. Bislang ist dadurch der Handel mit mehr als 40.000 Tier- und Pflanzenarten beschränkt oder verboten worden. Seit Montag ringen die Vertragsstaaten in der usbekischen Großstadt Samarkand in Zentralasien um Regeln.
Bildnachweis: © Soeren Stache/dpa-Zentralbild/ZB
Copyright 2025, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten
Froschschenkel: Weltartenkonferenz stellt Tiere unter Schutz
Froschschenkel gelten in Europa als beliebte Delikatesse. Damit die Tiere überleben, sollen künftig Handelsbeschränkungen für sie gelten.
Meistgelesene Artikel
- 23. Mai 2026
Segelflugzeug stürzt auf A45 – ein Toter bei Olpe
Beim Absturz eines Segelflugzeugs auf eine Autobahn im Sauerland kommt der Pilot ums Leben. Die Polizei ermittelt, zur Ursache gibt es noch keine Angaben.
- 22. Mai 2026
Studie: Leben und Arbeiten im Kreis Gütersloh
Gütersloh. Wie leben Menschen aus Rumänien, Polen, Bulgarien oder Nordmazedonien im Kreis Gütersloh? Welche...
- 15. Mai 2026
Öffentlichkeitsfahndung nach vermisstem 15-Jährigen
Gütersloh (ots) - Rietberg (MK) - Seit Mittwoch (13.05.) wird der 15-jährige Dean P. aus einer Jugendeinrichtung in...
Neueste Artikel
- 15. Juni 2026
Medien: Mette-Marits Sohn zu vier Jahren Haft verurteilt
Der Sohn von Norwegens Kronprinzessin soll für vier Jahre hinter Gitter. Ein Gericht verurteilte ihn für zwei Vergewaltigungen nach norwegischem Recht. Vom schwersten Vorwurf wurde er freigesprochen.
Die britische Regierung möchte Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren von diversen Social-Media-Plattformen verbannen. Premierminister Keir Starmer spricht von einem bedeutenden Moment.
Weitere Artikel derselben Kategorie
- 15. Juni 2026
Medien: Mette-Marits Sohn zu vier Jahren Haft verurteilt
Der Sohn von Norwegens Kronprinzessin soll für vier Jahre hinter Gitter. Ein Gericht verurteilte ihn für zwei Vergewaltigungen nach norwegischem Recht. Vom schwersten Vorwurf wurde er freigesprochen.
Die britische Regierung möchte Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren von diversen Social-Media-Plattformen verbannen. Premierminister Keir Starmer spricht von einem bedeutenden Moment.





