17. Februar 2026 / Aus aller Welt

Fünf Schüler sterben bei Wohnhausbrand in Spanien

Katalonien trägt Trauer: Eine Brandt fordert das Leben von fünf sehr jungen Menschen. Noch ist ungeklärt, wie das Feuer ausbrach.

Die Ursache des Unglücks blieb zunächst unklar.
Veröffentlicht am 17. Februar 2026 um 16:03 Uhr von dpa

Fünf Schüler sind bei einem Wohnhausbrand in Spanien ums Leben gekommen. Das Unglück ereignete sich in der Nacht im katalanischen Manlleu rund 80 Kilometer nördlich von Barcelona, wie die Feuerwehr der Region im Nordosten Spaniens mitteilte. Die Todesopfer seien zwischen 14 und 18 Jahre alt gewesen, berichteten der TV-Sender RTVE und weitere Medien unter Berufung auf Angehörige. Vier weitere Personen wurden laut Behörden leicht verletzt. Die Ursache des Brandes sei noch unklar.

Nach Angaben der Einsatzkräfte brach das Feuer am späten Montagabend in einem Abstellraum auf der Dachterrasse eines fünfstöckigen Wohnhauses aus. Der Raum war von Jugendlichen als Treffpunkt genutzt worden. Die Menschen, die sich dort aufhielten, konnten das Gebäude nicht mehr rechtzeitig verlassen.

Das gesamte Gebäude musste evakuiert werden. Mehrere Familien konnten am Dienstagvormittag in ihre Wohnungen zurückkehren. Die Mitglieder von drei Familien wurden vorübergehend in einem Hotel untergebracht, wie die katalanische Zeitung «La Vanguardia» unter Berufung auf die Behörden berichtete. Ermittlungen zur Ursache wurden aufgenommen.

Bewohner des Unglücksviertels «am Boden zerstört»

Das Stadtviertel, in dem sich der Brand ereignete, ist seit Jahrzehnten von einer großen Gemeinde marokkanischer Herkunft geprägt, die der Verlust der fünf Schüler besonders hart getroffen hat, berichtete RTVE. In den Straßen herrsche noch Stunden nach dem Unglück Fassungslosigkeit, viele Nachbarn stünden unter Schock, so der staatliche Fernsehsender.

Hanna, eine Bewohnerin des Hauses, schilderte im Gespräch mit RTVE die Bestürzung: «Wir kannten sie alle ... es waren noch Minderjährige.» Malika, eine Freundin der Mutter eines der Opfer, sagte, die lokale marokkanische Gemeinschaft sei nach der Nachricht am Boden zerstört.

Die Bestürzung reichte weit über die Stadtgrenzen Manlleus hinaus und war in ganz Spanien, vor allem aber in Katalonien riesig. Der regionale Regierungschef Salvador Illa erklärte sich auf X «erschüttert über den Tod von fünf jungen Menschen» und bedankte sich bei der Feuerwehr für den schnellen Einsatz.


Bildnachweis: © Lorena Sopêna/EUROPA PRESS/dpa
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