12. Juli 2025 / Aus aller Welt

Fünf Verletzte bei Stierlauf in Pamplona

Die sechste Stierhatz des diesjährigen Sanfermín-Festes im spanischen Pamplona zieht besonders viele Menschen an. Sie wollen vor und neben den Stieren mitlaufen - es kommt zu gefährlichen Momenten.

In den engen, kurvigen Gassen kommt es oft zu Stürzen.
Veröffentlicht am 12. Juli 2025 um 10:49 Uhr von dpa

Beim sechsten Stierlauf des diesjährigen Sanfermín-Festes in Pamplona im Norden Spaniens sind am Morgen fünf Menschen verletzt worden. Auf der mehr als 800 Meter langen Strecke zur Stierkampfarena kam es in den engen Gassen mit vielen Kurven zu zahlreichen Stürzen, wie in der Live-Übertragung des spanischen Fernsehsenders RTVE zu sehen war. Vier der fünf Verletzten mussten demnach ins Krankenhaus gebracht werden, ein weiterer wurde vor Ort versorgt.

Viele der meist männlichen Läufer versuchen, vor oder neben den sechs Bullen zu laufen und diese möglichst auch an den Hörnern oder am Rücken anzufassen. Auch nach dem Einlauf in die Arena gab es gefährliche Momente – einige Läufer konnten sich vor den Hörnern eines Stieres nur knapp über die Banden hinter die Absperrung retten. Ein RTVE-Kommentator kritisierte das Verhalten einiger Teilnehmer, die gegen Verhaltensregeln verstießen. Etwa, weil sie zu lang an den Hörnern der Stiere während des Laufes festhielten oder sich in der Arena nicht schnell genug in Sicherheit brächten.

Letzter Stierlauf am Montag

Die «Sanfermines» sind dem Stadtheiligen San Fermín gewidmet und werden in der 200.000-Einwohner-Stadt der Region Navarra bereits seit Ende des 16. Jahrhunderts immer in der ersten Juli-Hälfte gefeiert. Täglich werden an acht Tagen in Folge am frühen Vormittag sechs Bullen und mehrere zahme Leitochsen durch die engen Gassen der Altstadt für die Stierkämpfe am Abend bis in die Arena gejagt.

Dort sterben die Stiere am Abend durch die Hand eines Toreros. Der letzte Lauf findet dieses Jahr – wie immer – am 14. Juli statt. Seit Jahren protestieren Tierschützer gegen das Spektakel. «Stierlauf verursacht Tierleid», betont etwa die Organisation Peta in Deutschland.

Die langen spitzen Hörner der Stiere können auch tödliche Verletzungen verursachen. Seit 1924 gab es 16 Todesopfer, das letzte im Jahr 2009. In den engen Gassen liefen gerade auch am Samstagmorgen derart viele Teilnehmer mit, dass sie oft nicht ausweichen können, wenn ein Läufer vor ihnen stürzt. Dann fallen viele Teilnehmer übereinander. Die bis zu 600 Kilogramm schweren Bullen versuchen im Galopp - meist zum Glück - reflexhaft über am Boden liegende Menschen zu springen.


Bildnachweis: © Miguel Oses/AP/dpa
Copyright 2025, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten

Meistgelesene Artikel

Save the Date: Goldener Kamm in Gütersloh
Kreishandwerkerschaft Gütersloh-Bielefeld

Am 11. Oktober treten die besten Nachwuchsfriseure aus Nordwestdeutschland in der Stadthalle Gütersloh gegeneinander...

weiterlesen...
Den Frühling im Groove Garden begrüßen
Gartenschaupark Rietberg

Electronic-Music-Open-Air am 1. Mai im Parkteil Nord Rietberg. Zum Start in den Mai gibt's im Gartenschaupark Rietberg...

weiterlesen...
Der Wonnemonat startet zauberhaft
Gartenschaupark Rietberg

Märchenfest wird am 1. Mai im Parkteil Mitte gefeiert Rietberg. Der 1. Mai ohne Märchen? Undenkbar. Jedenfalls im...

weiterlesen...

Neueste Artikel

Ebola: 671 Verdachtsfälle und 160 Tote im Ostkongo
Aus aller Welt

Im Ostkongo breitet sich Ebola weiter aus: 671 Verdachtsfälle und 160 vermutete Tote meldet das Gesundheitsministerium. Weiterhin gilt eine hohe Dunkelziffer als wahrscheinlich.

weiterlesen...
Berichte: Mutter der in Portugal verlassenen Kinder gefasst
Aus aller Welt

Weinend liefen sie in Portugal über eine staubige Straße und riefen um Hilfe. Was zwei französische Kleinkinder später erzählen, lässt erschaudern. Nun gibt es zwei Festnahmen.

weiterlesen...

Weitere Artikel derselben Kategorie

Ebola: 671 Verdachtsfälle und 160 Tote im Ostkongo
Aus aller Welt

Im Ostkongo breitet sich Ebola weiter aus: 671 Verdachtsfälle und 160 vermutete Tote meldet das Gesundheitsministerium. Weiterhin gilt eine hohe Dunkelziffer als wahrscheinlich.

weiterlesen...
Berichte: Mutter der in Portugal verlassenen Kinder gefasst
Aus aller Welt

Weinend liefen sie in Portugal über eine staubige Straße und riefen um Hilfe. Was zwei französische Kleinkinder später erzählen, lässt erschaudern. Nun gibt es zwei Festnahmen.

weiterlesen...
ANZEIGE – Premiumpartner