16. Oktober 2021 / Aus aller Welt

Garderobe von García Márquez wird für Stiftung verkauft

Die Garderobe des kolumbianischen Schriftstellers Gabriel García Márquez wird mehr als sieben Jahre nach seinem Tod veräußert. Der Erlös von 400 Kleidungsstücken geht an karitative Zwecke.

Der Schriftsteller Gabriel Garcia Marquez lächelt vor seinem Haus in Mexiko-Stadt. Mehr als sieben Jahre nach dem Tod des kolumbianischen Schriftstellers wird seine Garderobe veräußert.
Veröffentlicht am 16. Oktober 2021 um 00:57 Uhr von dpa

Mehr als sieben Jahre nach dem Tod des kolumbianischen Schriftstellers Gabriel García Márquez wird seine Garderobe veräußert.

Der Erlös aus dem Verkauf von 400 Kleidungsstücken des Literaturnobelpreisträgers 1982 und seiner verstorbenen Ehefrau Mercedes werde an karitative Zwecke gehen, sagte seine Enkelin Emilia García in einem am Freitag veröffentlichen Interview der mexikanischen Zeitung «Milenio».

«Was im Kleiderschrank zu finden ist, sind die ikonischsten Dinge von Gabo und Mercedes», erklärte die Schauspielerin weiter. Sakkos, Krawatten, Schuhe, Taschen, Kleider, die García Márquez und Mercedes Barcha charakterisierten. So konnte man sich den Schriftsteller etwa nicht ohne ein Tweet-Jackett vorstellen.

Ab dem 20. Oktober soll das ehemalige Haus des Autors von «Hundert Jahre Einsamkeit» in Mexiko-Stadt seine Türe für Interessierte öffnen, zunächst nur für Familienfreunde und später für Besucher mit einem vereinbarten Termin. Der weiße Gala-Anzug, den García Márquez bei der Nobelpreisvergabe trug, Liquiliqui genannt und typisch für Venezuela und Kolumbien, ist allerdings seit 2003 im Nationalmuseum Kolumbiens.

García Márquez, einer der meistgelesenen lateinamerikanischen Autoren, starb am 17. April 2014 mit 87 Jahren in der mexikanischen Hauptstadt, wo er jahrzehntelang gelebt hatte. Seine Ehefrau starb am 15. August vergangenen Jahres im gleichen Alter. Sie waren für mehr als ein halbes Jahrhundert zusammen gewesen.

Die gesammelten Gelder aus dem Verkauf sollen zur Unterstützung der Stiftung Fisanim in Mexiko-Stadt, die sich um die Gesundheit und Ernährung indigener Kinder kümmert, verwendet werden.


Bildnachweis: © Mario Guzman/epa efe/dpa
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