In einem weiteren Prozess um den Drogenskandal bei der Münchner Polizei ist ein Beamter zu einer Haftstrafe verurteilt worden. Das Amtsgericht München verhängte am Donnerstag eine Strafe von drei Jahren und wies den 35-Jährigen in eine Entziehungsanstalt ein. Der Mann hatte eingeräumt, zwischen 2016 und 2018 knapp 150-mal Kokain erworben und mehrmals an Bekannte weitergegeben und -verkauft zu haben. Zu Prozessbeginn am selben Tag hatte er ausgesagt, dass er «bestimmt mindestens hundert Mal» Kokain gekauft hatte bei einem Dealer, der regelmäßig auch andere Münchner Polizisten versorgte. Der 35-Jährige gab an, dass er wegen psychischer Belastungen in eine Alkohol- und Drogensucht abgerutscht sei. Dazu habe auch ein Einsatz beim Anschlag im Olympia-Einkaufszentrum vom Sommer 2016 gehört. Der Drogenskandal hatte das Polizeipräsidium München 2020 erschüttert. Die Staatsanwaltschaft führte 39 Ermittlungsverfahren gegen 37 Polizeibeamte und erhob sechs Anklagen. Im Februar war erstmals ein Beamter, der Drogen erworben und weiterverkauft hatte, zu einer Haftstrafe verurteilt worden.
Bildnachweis: © Peter Kneffel/dpa
Copyright 2022, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten
Gefängnisstrafe für Polizist in Drogenskandal-Prozess
Im Jahr 2020 hatte ein Drogenskandal das Polizeipräsidium München erschüttert. Nun wurde ein weiterer Polizist verurteilt - und muss für mehrere Jahre ins Gefängnis.
Meistgelesene Artikel
- 4. Mai 2026
Save the Date: Goldener Kamm in Gütersloh
Am 11. Oktober treten die besten Nachwuchsfriseure aus Nordwestdeutschland in der Stadthalle Gütersloh gegeneinander...
- 22. April 2026
Den Frühling im Groove Garden begrüßen
Electronic-Music-Open-Air am 1. Mai im Parkteil Nord Rietberg. Zum Start in den Mai gibt's im Gartenschaupark Rietberg...
- 21. April 2026
Angelo Kelly rockt Rietberg – Fans feiern Comeback-Tour
Mit einer Mischung aus alten Hits und neuen Songs stand Angelo Kelly in der Cultura auf der Bühne
Neueste Artikel
Die Fallzahlen bei einem Ausbruch des gefährlichen Ebola-Virus in der Demokratischen Republik Kongo und Uganda schnellen in die Höhe. Sorge vor einer raschen Ausbreitung wächst.
Nach Schüssen auf Menschen in Assiut laufen in Ägypten die Ermittlungen. Der mutmaßliche Täter ist tot.
Weitere Artikel derselben Kategorie
Die Fallzahlen bei einem Ausbruch des gefährlichen Ebola-Virus in der Demokratischen Republik Kongo und Uganda schnellen in die Höhe. Sorge vor einer raschen Ausbreitung wächst.
Nach Schüssen auf Menschen in Assiut laufen in Ägypten die Ermittlungen. Der mutmaßliche Täter ist tot.





