In Europa war der vorige Monat ungewöhnlich kalt, doch weltweit war es der fünftwärmste Februar seit Beginn der Aufzeichnungen. Zugleich kam es in Teilen Westeuropas und Nordafrikas zu außergewöhnlich starken Niederschlägen und schweren Überschwemmungen. Das geht aus dem monatlichen Bericht des EU-Klimawandeldienstes Copernicus hervor. Demnach lag die durchschnittliche globale Lufttemperatur im Februar bei 13,26 Grad Celsius und damit 0,53 Grad über dem Durchschnitt des Zeitraums 1991 bis 2020. Im Vergleich zum vorindustriellen Niveau (1850–1900) war der Monat um 1,49 Grad wärmer. Besonders geprägt war der Februar in Westeuropa und Nordafrika von einer Serie intensiver Stürme und heftiger Regenfälle. Vor allem in Frankreich, Spanien, Portugal und Marokko führten starke Regenfälle demnach zu schweren Überschwemmungen mit Toten und erheblichen Sachschäden sowie für viele Menschen zum Verlust ihrer Lebensgrundlagen. Auch anderen Weltregionen wurden dem Bericht zufolge von Hochwasser heimgesucht, etwa Australien, Mosambik und Botswana. «Die extremen Ereignisse im Februar 2026 verdeutlichen die zunehmenden Auswirkungen des Klimawandels und den dringenden Bedarf für globales Handeln», erklärte Samantha Burgess vom Europäischen Zentrum für mittelfristige Wettervorhersagen (EZMW), das den Klimawandeldienst betreibt. In Europa insgesamt lag die Durchschnittstemperatur über Land im Februar bei minus 0,07 Grad Celsius und damit leicht unter dem Durchschnitt der Jahre 1991 bis 2020. West-, Süd- und Südosteuropa verzeichneten überdurchschnittliche Temperaturen, während es vor allem in Skandinavien, den baltischen Staaten und im Nordwesten Russlands kälter als üblich war. Der gesamte Winter - also Dezember bis Februar - gehörte in Europa zwar zu den zwei kältesten der vergangenen 13 Jahre. Er war aber dem Bericht zufolge aber noch 0,09 Grad wärmer als der Durchschnitt der Jahre 1991 bis 2020. Die Wassertemperaturen an der Meeresoberfläche blieben weiterhin hoch: Für die Zone zwischen 60 Grad südlicher und 60 Grad nördlicher Breite wurde im Februar ein Durchschnittswert von 20,88 Grad Celsius gemessen. Das war zusammen mit dem Februar 2025 der zweithöchste Wert für diesen Monat. In der Arktis war die Ausdehnung des Meereises die drittniedrigste für einen Februar. Der Klimawandeldienst der Europäischen Union veröffentlicht regelmäßig Daten zu Temperaturen, Meereis und Niederschlägen. Grundlage ist unter anderem der ERA5-Datensatz, in den Milliarden Messungen von Satelliten, Schiffen, Flugzeugen und Wetterstationen weltweit einfließen.Expertin: Dringender globaler Handlungsbedarf
Hohe Meerestemperaturen und wenig Meereis
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Global fünftwärmster Februar - mit Extremregen in Westeuropa
Im Februar gab es in Westeuropa ungewöhnlich starke Regenfälle und Überschwemmungen. Der Monat zählt weltweit zu den fünf wärmsten seit Beginn der Wetteraufzeichnungen.
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