11. Juni 2021 / Aus aller Welt

High-Tech aus Düsseldorf: Infrarotkameras für Tatorte

Das freut den Innenminister von NRW: Düsseldorfer Polizisten haben eine Infrarotkamera entwickelt, die der Kripo das Leben deutlich erleichtern dürfte. Und Geld soll dabei auch gespart worden sein.

NRW-Innenminister Herbert Reul testet die neue Infrarotkamera KTvisio der Polizei.

Düsseldorfer Polizisten haben ein Gerät zur raschen Untersuchung von Tatorten auf Blut-, Schuh- und Schmauchspuren entwickelt. In Eigenarbeit habe die NRW-Polizei bereits 100 der speziellen Infrarotkameras für die Tatortanalyse produziert.

Die Geräte könnten auch Tätowierungen in bereits verwesender Haut wieder sichtbar machen, teilten die Behörden mit. Erst auf dem Display von «KTvisio» erkennt man Schuhabdrücke und Blutflecken auf scheinbar sauberer schwarzer Kleidung. Schmauchspuren werden ebenfalls erst auf dem Display sichtbar und damit Einschusslöcher von anderen Löchern unterscheidbar.

1000 Euro pro Stück habe gekostet, was auf dem Markt 12.000 bis 35.000 Euro koste, ohne auf die Bedürfnisse der Polizei zugeschnitten zu sein. «Das ist eine Spitzenidee», lobte NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU). Es gebe bereits Anfragen aus anderen Bundesländern.

Die neuen Infrarotkameras hätten sich bereits an mehreren echten Tatorten bewährt und lieferten gerichtsfeste Ergebnisse, denn die Bildaufnahmen können gespeichert werden. Neben marktüblichen Bauteilen und lizenzfreier Open-Source-Software wurde das Gehäuse von 3D-Druckern produziert.


Bildnachweis: © Marcel Kusch/dpa
Copyright 2021, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten

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