Kurz vor dem erwarteten Ende des Prozesses gegen ihn hat der älteste Sohn der norwegischen Kronprinzessin noch einmal Einblick in sein Privatleben gegeben. Der Prozess habe ihn von seinen Freunden isoliert und zum «Hassobjekt» des ganzen Landes gemacht. «Ich bin nicht mehr Marius, ich bin ein Monster», sagte Marius Borg Høiby laut der Zeitung «Verdens Gang» am Freitag unter Tränen vor Gericht. «Jeden Tag in der Zeitung zu sein, das ganze Jahr - das macht etwas mit einem Menschen. Man weiß nicht mehr, wer man ist.» Er erkenne sich nicht wieder in dem, was über ihn geschrieben werde. Durch den Druck der Medien fühle er sich verfolgt, habe Paranoia entwickelt, hieß es weiter. Er könne niemandem mehr vertrauen. «Ich habe nichts mehr, was privat ist. Mein ganzes Leben ist öffentlich. SMS mit meiner Familie, Gespräche mit meiner Familie, Dinge, die so privat sind, wie es nur geht, stehen in den Medien», zitierte ihn «Verdens Gang». Der Prozess habe ihn einsam gemacht: «Ich habe 98 Prozent meines sozialen Netzwerks verloren, und die wenigen, die ich noch habe, trauen sich nicht, mit mir auszugehen und in einem Restaurant zu essen - sie wollen nicht mit mir gesehen werden.» Vor Gericht hatte Høiby immer wieder betont, wie sehr ihn die ungewollte öffentliche Aufmerksamkeit seit seiner Kindheit belastet habe. Der Sohn von Mette-Marit aus einer früheren Beziehung war noch ein Kleinkind, als seine Mutter Kronprinz Haakon von Norwegen heiratete. Der 29-Jährige ist in 40 Punkten angeklagt - unter anderem wegen Vergewaltigung. Kommende Woche werden die Plädoyers in dem Prozess gegen ihn erwartet.Høiby: Meine Freunde wollen nicht mehr mit mir gesehen werden
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«Ich bin nicht mehr Marius, ich bin ein Monster»
Emotionale Minuten im Prozess gegen den Sohn der norwegischen Kronprinzessin: In seiner letzten Aussage vor den Plädoyers bricht Marius Borg Høiby in Tränen aus. Er habe niemanden mehr, sagt er.
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