2025 war kein leichtes Jahr für die norwegische Kronprinzessin Mette-Marit (52). Zu dem anhaltenden Skandal um ihren Sohn Marius Borg Høiby (28) kamen massive gesundheitliche Probleme hinzu. Seit Jahren leidet sie unter der chronischen Krankheit Lungenfibrose. Im März teilte der norwegische Hof mit, dass Mette-Marit aufgrund von täglichen Beschwerden kürzertreten werde. Jetzt hat sich ihr Zustand derart verschlechtert, dass der nächste Schritt in ihrer Behandlung eine Lungentransplantation ist. «Ich hatte immer gehofft, dass wir die Krankheit mit Medikamenten in Schach halten können», sagte Mette-Marit in einem Interview mit dem Fernsehsender NRK. Doch wie der norwegische Hof mitteilte, muss die Kronprinzessin sich nun auf eine Lungen-Operation vorbereiten. Bei Lungenfibrose handelt es sich generell um eine chronische Krankheit, bei der Lungengewebe zunehmend vernarbt, so dass Sauerstoff schlechter in die Blutgefäße gelangt. Das führt unter anderem zu trockenem Reizhusten und Atemnot. Betroffene sind oft müde und wenig belastbar. Die Kronprinzessin musste aufgrund der Krankheit immer wieder offizielle Termine absagen - im März auch ihre Teilnahme an der Leipziger Buchmesse. Im Herbst war Mette-Marit einen Monat lang in einer Lungen-Reha. Seitdem hat sich ihr Zustand jedoch weiter verschlechtert. «Der größte Unterschied für mich ist, dass ich die Dinge, die ich früher tun konnte, einfach nicht mehr tun kann», sagte die Kronprinzessin zu NRK. Ihr Mann, Kronprinz Haakon (52), der während des Fernsehinterviews neben ihr saß, sagte: «Wenn wir still sitzen, scheint es, als ginge es ihr gut. Aber wir sehen ja, dass sie schwerer Luft bekommt.» Diejenigen, die Mette-Marit nahestünden, merkten deutlich, dass sie weniger Energie habe und es ihr öfter schlecht gehe, sagte der norwegische Thronfolger. Das könne manchmal sehr plötzlich kommen. Die Ursachen von Lungenfibrose sind nicht bekannt. Die Erkrankung kann zeitweilig durch Medikamente gebessert werden, ist aber unheilbar. Sind keine Therapien mehr erfolgversprechend, kommt eine Lungentransplantation infrage. Weltweit werden nach Angaben des Lungeninformationsdienstes jährlich über 4.600 Lungentransplantationen durchgeführt. In Deutschland gab es der Deutschen Stiftung Organtransplantation zufolge im Jahr 2024 insgesamt 311 Lungentransplantationen - etwa 100 davon wegen Lungenfibrose. Wann genau Mette-Marit auf die Warteliste für eine Lungentransplantation kommt, kann ihr Arzt und Leiter der Lungenklinik an der Osloer Uniklinik, Are Martin Holm, NRK zufolge nicht sagen. Bislang sei die Kronprinzessin noch nicht an dem Punkt angelangt, aber wenn sich ihr Zustand weiter verschlechtere, sei das die einzige Möglichkeit. Man habe begonnen, Mette-Marit in Gesprächen mental auf die riskante Operation vorzubereiten. Mette-Marit sagte zu NRK, ihr falle es schwer, darüber nachzudenken, dass eine Lungentransplantation der nächste Schritt in ihrer Behandlung ist. «Schließlich ist es eine Operation, die mit vielen Risiken verbunden ist», so die Kronprinzessin. Um auf die Warteliste für eine Lungentransplantation aufgenommen zu werden, müssten Patienten krank genug sein, aber auch nicht zu krank sein, sagt Holm. Beispielsweise darf ihre Lebenserwartung ohne eine neue Lunge höchstens zwei Jahre betragen, aber ihr Gesundheitszustand muss so gut sein, dass ihr Körper mit der großen Operation klarkommt. Die Patienten müssen zudem jünger als 65 Jahre sein, um für eine Transplantation infrage zu kommen. In Norwegen warten laut NRK derzeit etwa 20 bis 40 Personen auf eine neue Lunge. Der Osloer Uniklinik zufolge finden in dem skandinavischen Land etwa 30 Lungentransplantationen pro Jahr statt. Lungenspezialist Are Martin Holm unterstreicht NRK gegenüber, dass die Kronprinzessin keine Vorzugsbehandlung erhalten wird, wenn sie auf der Warteliste steht. Wenn eine neue Lunge verfügbar ist, werde geprüft, zu welchem Patienten sie passe. Unter anderem ist die Blutgruppe dabei entscheidend. Sollte die Spender-Lunge zu mehreren Patienten passen, bekommt die Person sie, die sie am nötigsten braucht, sagte Holm. Risiken bestehen sowohl während als auch nach der Transplantation. Die schwerwiegendste Komplikation ist, dass der Körper die Spender-Lunge abstoßen könnte. Deshalb müssen Patientinnen und Patienten nach solch einer Operation ihr Leben lang Medikamente nehmen, die das körpereigene Abwehrsystem unterdrücken, und sich regelmäßig medizinischen Kontrollen unterziehen.«Aber wir sehen ja, dass sie schwerer Luft bekommt»
Lungenfibrose ist nicht heilbar
Keine Vorzugsbehandlung für die Kronprinzessin
Bildnachweis: © Jens Kalaene/dpa
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Lungen-OP mit Risiken: Sorge um Mette-Marit
Die norwegische Kronprinzessin leidet seit Jahren unter Lungenfibrose. Sie dachte, sie könne die Krankheit mit Medikamenten in Schach halten. Doch das wird bald nicht mehr ausreichen.
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