28. Oktober 2021 / Aus aller Welt

Lebenslange Haft für Mord an zwei Schwestern in London

Die Tat erregte international viel Aufsehen: In einem Londoner Park werden zwei Frauen getötet. Verantwortlich ist ein junger Mann, sein Motiv ein «Pakt mit dem Teufel».

Blumen liegen am Eingang des Fryent Country Park in Wembley, wo die beiden Schwestern getötet wurden.

Eine grausame Tat - und ein Motiv, das viele Briten fassungslos macht: Ein 19-Jähriger hat in einem Londoner Park zwei Schwestern getötet. Als Grund vermutet das Strafgericht Old Bailey in der britischen Hauptstadt, der junge Mann habe einen «Pakt mit dem Teufel» geschlossen.

Das legt ein mit seinem Blut unterschriebener «Vertrag» nahe, der in der Wohnung des jungen Mannes gefunden wurde. Darin versprach er, «Satan» alle sechs Monate sechs Frauen zu opfern - also zu morden. Im Gegenzug sollte er einen millionenschweren Lottogewinn machen.

Schuldig gesprochen ist der Mann bereits, an diesem Mittwoch soll das Strafmaß verkündet werden. Erwartet wird, dass er eine lebenslange Haftstrafe erhält. Die Verteidigung machte keine psychischen oder gesundheitlichen Probleme geltend.

Der zur Tatzeit 18 Jahre alte Mann hatte 2017 und 2018 an einem Deradikalisierungs-Programm teilgenommen, nachdem er rechtsradikale Propaganda geteilt hatte. Die 46 und 27 alten Schwestern waren Zufallsopfer, wie das Gericht annimmt.

Sie hatten in dem Park im Londoner Nordwesten den Geburtstag der Älteren gefeiert. Als ihre Gäste weg waren, blieben sie noch da, zündeten Lichter an und tanzten. Dutzende Selfies zeugen von einer ausgelassenen Atmosphäre in der Nacht zum 6. Juni 2020. Auf dem letzten Bild ist zu sehen, wie die Schwestern überrascht zur Seite schauen - womöglich sahen sie dort ihren Mörder. Die Leichen wurden erst nach mehr als einem Tag vom Freund der Jüngeren gefunden.

Ermittelt wird noch gegen zwei Polizisten, die den Tatort bewachten. Sie hatten unerlaubt Fotos der Opfer gemacht und in Chatgruppen geteilt.


Bildnachweis: © Dominic Lipinski/PA Archive/dpa
Copyright 2021, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten

Meistgelesene Artikel

Alkoholisierter Jugendlicher verursacht Unfallserie
Polizeimeldung

Am Samstagnachmittag, 12.11.2022

weiterlesen...
Kollision zweier Güterzüge - Wichtige Bahnstrecke gesperrt
Aus aller Welt

Ein Güterzug fährt auf einen stehenden Zug auf, explosives Propangas tritt aus: Menschen im Raum Gifhorn müssen laut Feuerwehr keine Gefahr fürchten. Aber der Unfall trifft den Bahnverkehr hart.

weiterlesen...
Das Aus der letzten Telefonzellen steht bevor
Aus aller Welt

Das Handy macht die früher wichtige Telefonzelle überflüssig. Bald ist der öffentliche Münzfernsprecher endgültig Geschichte in Deutschland. Zeit für Erinnerungen - und zum Abschiednehmen.

weiterlesen...

Neueste Artikel

Eindringliche Appelle beim Weltnaturgipfel in Kanada
Aus aller Welt

30 Prozent der Land- und Meeresflächen sollen bis 2030 unter Schutz gestellt werden. Das Ziel ist ambitioniert - UN-Chef Guterres warnt, die Menschheit werde zur «Massenvernichtungswaffe».

weiterlesen...
Bisher unbekannte Haiart vor Australien entdeckt
Aus aller Welt

So einen Hornhai haben die Forscher noch nicht gesehen: Für gewöhnlich hält sich die Art in flachen Gewässern auf. Doch dieses unbekannte gestreifte Exemplar lebt in den Tiefen des Ozeans.

weiterlesen...

Weitere Artikel derselben Kategorie

Eindringliche Appelle beim Weltnaturgipfel in Kanada
Aus aller Welt

30 Prozent der Land- und Meeresflächen sollen bis 2030 unter Schutz gestellt werden. Das Ziel ist ambitioniert - UN-Chef Guterres warnt, die Menschheit werde zur «Massenvernichtungswaffe».

weiterlesen...
Bisher unbekannte Haiart vor Australien entdeckt
Aus aller Welt

So einen Hornhai haben die Forscher noch nicht gesehen: Für gewöhnlich hält sich die Art in flachen Gewässern auf. Doch dieses unbekannte gestreifte Exemplar lebt in den Tiefen des Ozeans.

weiterlesen...
ANZEIGE – Premiumpartner