Bei der Suche nach einem verunglückten Eisbader haben Einsatzkräfte in einem vereisten Teich in Wismar die Leiche eines Mannes gefunden. Laut Polizei handelt es sich um einen 40-Jährigen. Ein Zeuge hatte demnach am Montagmorgen einen Mann beim Eisbaden gesehen - dieser sei dann nicht wieder aufgetaucht. Danach habe der Zeuge die Einsatzkräfte verständigt. Einsatzkräfte fanden zwei Löcher im Eis und eine Kamera. «Die lief noch», sagte ein Sprecher der Stadt Wismar in Mecklenburg. Demnach zeigte das Video, «wie einer da reinspringt und nicht wieder rauskommt». Es handle sich um einen Löschteich im Stadtteil Wendorf, der an der entsprechenden Stelle etwa 1,75 Meter tief sei. Die Eisschicht sei etwa fünf bis sieben Zentimeter dick gewesen, sagte der Sprecher und verwies auf eine Schätzung der Feuerwehr. Die Feuerwehr der Stadt Wismar hatte vor einer Woche davor gewarnt, Eisflächen zu betreten. In diesem Fall war der Mann allerdings offenbar nicht eingebrochen. Er habe Löcher in das Eis gesägt, hieß es von der Stadt. Während der Suchaktion hatte Ronny Bieschke von der Feuerwehr Wismar gesagt: «Die Bedingungen sind sehr schlecht.» Auch Taucher waren vor Ort. Mit Kettensägen sägten Feuerwehrleute das Eis auf. Dabei wurden sie durch Seile gesichert. Die Deutsche Lebensrettungs-Gesellschaft (DLRG) riet davon ab, allein Eisbaden zu gehen. «Man sollte wenigstens zu zweit unterwegs sein, um im Notfall reagieren zu können», sagte ein Sprecher der DLRG der Deutschen Presse-Agentur. «Und man sollte natürlich körperlich gesund sein. Im besten Fall geht man vorher zum Arzt und klärt das ab.» Etwa bei Herzproblemen könne es schnell kritisch werden. Spekulationen, wonach es sich bei dem Eisbader um einen Influencer handelt, bestätigte eine Polizeisprecherin nicht. «Das weiß ich schlichtweg auch nicht.» Bei dem Teich habe man auch den Wagen des Mannes gefunden. Auch seine Partnerin sei vor Ort gewesen. «Die wurde seelsorgerisch noch betreut.» Ob sie erst während der Suche dazugestoßen oder schon zuvor vor Ort war, konnte die Polizeisprecherin nicht sagen. Wieso der Mann nicht wieder auftauchte, ist laut Polizei unklar. Sie führt ein Todesermittlungsverfahren. «Erstmal scheint das nach einem tragischen Unfall auszusehen», sagte eine Polizeisprecherin.Taucher und Kettensägen im Einsatz
DLRG warnt davor, allein Eisbaden zu gehen
Bildnachweis: © Philip Dulian/dpa
Copyright 2026, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten
Leiche von Eisbader gefunden - und laufende Kamera
Ein Zeuge sieht einen Eisbader ins Wasser eines Teichs steigen, der dann verschwunden bleibt. Taucher und Kettensägen kommen zum Einsatz. Bis zum traurigen Fund; inklusive einer Kamera, die noch lief.
Meistgelesene Artikel
Die besten Locations und Parties um Karneval zu feiern
- 22. Januar 2026
«Aber warum»: Einsamer Pinguin wird zum Social-Media-Hit
Die wohl traurige Entscheidung eines Pinguins, die Werner Herzog einst in einer Dokumentation einfing, bewegt aktuell das Internet. Die Stimme des deutschen Regisseurs spielt eine große Rolle.
- 9. Februar 2026
Karneval in Rietberg: Straßensperrungen und Verkehrshinweise
Altweiber, Rosensonntag und Rosenmontag: Infos zu Sperrungen, Umzügen und Sonderbussen
Neueste Artikel
- 13. Februar 2026
Kalorien-Exzess, Kater-Killer: Hype um den «Taxi-Teller»
Pommes, Currywurst und massenweise Gyros mit Zwiebeln: Im Ruhrgebiet sorgt der Taxi-Teller schon länger für Begeisterung bei Fast-Food-Fans. Jetzt hat das Gericht einen Social-Media-Hype ausgelöst.
- 13. Februar 2026
Bodycams, mehr Zugbegleiter? Sicherheitsgipfel bei der Bahn
Bahn-Beschäftigte besser vor Übergriffen schützen - dazu beraten am Freitag der Verkehrsminister, die Bahnchefin, Verbände und Gewerkschaften. Nach dem Tod eines Zugbegleiters ist der Druck hoch.
Weitere Artikel derselben Kategorie
- 13. Februar 2026
Kalorien-Exzess, Kater-Killer: Hype um den «Taxi-Teller»
Pommes, Currywurst und massenweise Gyros mit Zwiebeln: Im Ruhrgebiet sorgt der Taxi-Teller schon länger für Begeisterung bei Fast-Food-Fans. Jetzt hat das Gericht einen Social-Media-Hype ausgelöst.
- 13. Februar 2026
Bodycams, mehr Zugbegleiter? Sicherheitsgipfel bei der Bahn
Bahn-Beschäftigte besser vor Übergriffen schützen - dazu beraten am Freitag der Verkehrsminister, die Bahnchefin, Verbände und Gewerkschaften. Nach dem Tod eines Zugbegleiters ist der Druck hoch.





