US-Rapper Macklemore hat Israel im Gaza-Krieg erneut Völkermord vorgeworfen. Beim Deichbrand-Festival sagte er auf Englisch: «Ich bin sicher, dass es Menschen gibt – vielleicht sogar hier im Publikum –, denen gesagt wurde, dass es antisemitisch sei, sich gegen den Völkermord Israels am palästinensischen Volk auszusprechen. Lasst euch nicht von der kolonialen Sprache täuschen.» Der Auftritt des Musikers hatte schon vor dem Konzert bundesweit für Kritik und Empörung gesorgt. Der Zentralrat der Juden wirft Macklemore Antisemitismus vor und hatte vor einem Besuch des Festivals gewarnt. Die Leitung des Festivals in Niedersachsen reagierte auf die Kritik mit einem Antisemitismuskonzept, Schulungen und einem öffentlichen Bekenntnis gegen Hass und Gewalt. Der Rapper aus Seattle, der mit bürgerlichem Namen Benjamin Haggerty heißt, positioniert sich immer wieder politisch. Im vergangenen Jahr veröffentlichte er den propalästinensischen Song «Hind's Hall» und dieses Jahr das Lied «Fucked up». In den Liedern wirft er Israel Genozid vor, verschweigt den Terror der Hamas und vergleicht in einem dazugehörigen Video einen Jungen aus dem Warschauer Ghetto mit einem aus dem Gazastreifen. Beim Deichbrand-Festival sagte Macklemore, es habe «Druck gegeben – von einigen in der deutschen Regierung, von Institutionen, von Sponsoren, hinter verschlossenen Türen –, um mich davon abzuhalten, das hier zu sagen. Um mich und meinen Auftritt heute Abend abzusagen». Macklemore spielte «Hind's Hall» und ließ das Publikum dabei auch «Free Palestine» skandieren. Bei seiner Kritik am Vorgehen Israels im Gaza-Krieg erwähnte der US-Rapper mit keinem Wort den Terrorangriff der Hamas auf Israel am 7. Oktober 2023. An diesem Tag töteten Kämpfer der Hamas in Israel etwa 1.200 Menschen und verschleppten rund 250 in den Gazastreifen. Viele der Opfer waren Besucher eines Open-Air-Musikfestivals.Antisemitismus-Vorwürfe gegen Macklemore
«Free Palestine» auf dem Festival
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Macklemore wirft Israel bei Festival erneut Völkermord vor
US-Rapper Macklemore beschwört zu Beginn seines Auftritts die Liebe. Dann äußert sich der Musiker abermals eindeutig zum Gaza-Krieg.
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