Die litauische Fluggesellschaft Avion Express hat eine interne Prüfung zu einem Mann eingeleitet, der womöglich ohne ausreichende Berufsqualifikation als Kapitän für die Charterairline geflogen ist. «Wir können bestätigen, dass die betreffende Person ein ehemaliger Pilot ist, der für unser Unternehmen tätig war», teilte eine Unternehmenssprecherin der Deutschen Presse-Agentur mit. Demnach seien der Firma mit Sitz in Vilnius kürzlich «nicht verifizierte Informationen über seine Berufserfahrung» bekannt geworden. Zuvor hatte das Branchenportal «Aerotelegraph» über den Fall berichtet. Nach Angaben der Sprecherin könne Avion Express wegen der laufenden Untersuchungen derzeit keine konkreten Einzelheiten bestätigen oder erläutern. Zugleich betonte sie, dass die Einstellungsverfahren der 2005 gegründeten litauischen Wet-Lease-Airline sämtlichen Luftfahrtvorschriften entsprächen. «Sicherheit und die Einhaltung von rechtlichen Bestimmungen haben für uns weiterhin höchste Priorität», sagte sie. «Aerotelegraph» hatte zuvor gemeldet, dass der Mann mindestens im vergangenen Sommer für Avion Express als Kapitän tätig gewesen sein soll, ohne die nötige Qualifikation dafür zu besitzen. Demnach soll er zuvor lediglich als Kopilot im Cockpit gesessen haben und seine Unterlagen so gefälscht haben, dass er bei der Charterfluggesellschaft als Kapitän fliegen durfte. Avion Express betreibt eine überwiegend aus Airbus A320 bestehende Flotte von Flugzeugen, die sie im Zuge von sogenannten Wet-Lease-Verfahren samt Besatzung an andere Fluggesellschaften vermietet. Dem «Aerotelegraph»-Bericht zufolge soll auch Eurowings zu den Kunden gehört haben. «Wir haben das Thema mit unseren Sicherheitsexperten zur genaueren Prüfung aufgenommen. Derzeit liegen uns keine weiterführenden Details vor», zitierte das Branchenportal einen Eurowings-Sprecher.
Bildnachweis: © Christoph Schmidt/dpa/dpa-tmn
Copyright 2025, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten
Mann soll als falscher Kapitän geflogen sein
Die Vorwürfe sind brisant: Ein Pilot soll Angaben zu seiner beruflichen Laufbahn manipuliert haben und als falscher Kapitän geflogen sein. Die Fluggesellschaft untersucht nun den Vorfall.
Meistgelesene Artikel
- 16. April 2026
Rückruf von Dattel-Kugeln ausgeweitet
Betroffen ist ein Artikel des Hamburger Snackunternehmens Foodloose. Kunden sollten vom Verzehr absehen, wenn die Verpackung eine bestimmte Chargennummer trägt.
- 15. April 2026
Erneute Auszeichnung für drei starke Innungsbetriebe
Drei Betriebe aus dem Bereich des Lebensmittelhandwerks dürfen sich erneut über eine besondere Anerkennung freuen: Die...
- 4. Mai 2026
Save the Date: Goldener Kamm in Gütersloh
Am 11. Oktober treten die besten Nachwuchsfriseure aus Nordwestdeutschland in der Stadthalle Gütersloh gegeneinander...
Neueste Artikel
Nach 40 Tagen an Bord ihres Kreuzfahrtschiffs sollen die Passagiere der «Hondius» nach der Ankunft in Teneriffa in ihre Heimatländer geflogen werden. Die Niederlande kümmern sich um die Deutschen.
Schon im Mai sind Deutschlands Ressourcen für 2026 rechnerisch verbraucht. Der Kern des Problems: Deutschland setzt immer noch zu viel auf Öl, Gas und Kohle, wie Umweltverbände kritisieren.
Weitere Artikel derselben Kategorie
Nach 40 Tagen an Bord ihres Kreuzfahrtschiffs sollen die Passagiere der «Hondius» nach der Ankunft in Teneriffa in ihre Heimatländer geflogen werden. Die Niederlande kümmern sich um die Deutschen.
Schon im Mai sind Deutschlands Ressourcen für 2026 rechnerisch verbraucht. Der Kern des Problems: Deutschland setzt immer noch zu viel auf Öl, Gas und Kohle, wie Umweltverbände kritisieren.





