Nach dem schweren Erdbeben an der Westküste Japans am Neujahrstag werden noch immer mehr als 200 Menschen vermisst. Die Zahl der Todesopfer auf 100 gestiegen. Das gaben die Behörden heute bekannt. Die Regierung verdoppelte die Zahl der in das Katastrophengebiet entsandten Soldaten auf rund 4600, um die Such- und Rettungstrupps vor Ort zu unterstützen. Bei der Suche nach Überlebenden sind die ersten 72 Stunden entscheidend. Wer in der Zeit nicht geborgen wird, dessen Überlebenschancen sinken drastisch. In der schwer betroffenen Küstenstadt Wajima, wo nach dem Beben ein riesiges Feuer ausgebrochen war, gebe es rund 100 berichtete Fälle von Menschen, die noch unter den Trümmern zerstörter Häuser vermutet werden, meldete die Nachrichtenagentur Kyodo unter Berufung auf den Bürgermeister. Trümmerberge, beschädigte Straßen, Erdrutsche und Nachbeben erschwerten den Einsatz der Such- und Rettungstrupps. In der am schwersten betroffenen Präfektur Ishikawa seien noch rund 160 Menschen wegen beschädigter Straßen von der Außenwelt abgeschnitten. In etwa 27.000 Haushalten sei die Stromversorgung und in 68.000 Haushalten die Wasserversorgung unterbrochen, berichtete Kyodo weiter. Nach Angaben der örtlichen Behörden müssen noch immer mehr als 30.000 Menschen in Hunderten von Notunterkünften ausharren. Seit dem Erdbeben am Neujahrstag mit einer Stärke von 7,6 ist die Region am Japan-Meer von mehr als 150 Nachbeben erschüttert worden.
Bildnachweis: © -/kyodo/dpa
Copyright 2024, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten
Mehr als 200 Menschen in Japans Erdbebengebiet vermisst
Ein heftiges Erdbeben erschüttert Japan am Neujahrstag. Die Zahl der Todesopfer steigt. Unter Zeitdruck läuft die Suche nach den Vermissten weiter.
Meistgelesene Artikel
Besucher erwartet ein Abend mit Andacht, Feuer, Bratwurst und Getränken
- 29. März 2026
«Es geht ihm schlecht» - Lage des Buckelwals unverändert
Seit Tagen hält das Drama um den Buckelwal in der Ostsee an. Die Menschen in Deutschland fiebern mit - wird er sich erneut befreien können? Die Experten hoffen auf die Dunkelheit.
- 15. April 2026
Erneute Auszeichnung für drei starke Innungsbetriebe
Drei Betriebe aus dem Bereich des Lebensmittelhandwerks dürfen sich erneut über eine besondere Anerkennung freuen: Die...
Neueste Artikel
- 16. April 2026
Neuer Flyer liefert alle Events auf einen Blick
Broschüre liegt zur kostenlosen Mitnahme aus Rietberg. Wer wissen möchte, was im Gartenschaupark Rietberg los ist,...
- 16. April 2026
Wal lebt noch - neuer Rettungsversuch mit Luftkissen
Der bei Wismar gestrandete Buckelwal ist noch am Leben, aber schwer krank. Eine Initiative will einen neuen Rettungsversuch starten. Unterdessen werden weitere Strandungen von Walen befürchtet.
Weitere Artikel derselben Kategorie
- 16. April 2026
Wal lebt noch - neuer Rettungsversuch mit Luftkissen
Der bei Wismar gestrandete Buckelwal ist noch am Leben, aber schwer krank. Eine Initiative will einen neuen Rettungsversuch starten. Unterdessen werden weitere Strandungen von Walen befürchtet.
- 16. April 2026
Zugbegleiter trotzt Gewalt und bekommt Ehrung für sein Herz
Oft trifft sie der Unmut der Fahrgäste. Erst kürzlich starb ein Zugbegleiter nach einem Angriff. In Gedenken an ihn startet eine Ehrung für Eisenbahner, die besonders viel Menschlichkeit zeigen.





