10. August 2023 / Aus aller Welt

Mindestens ein Toter durch Taifun «Khanun» in Südkorea

Der Taifun «Khanun» in Südkorea hat bisher mindestens einen Menschen in den Tod gerissen. Eine weitere Person wird vermisst. Es drohen Erdrutsche.

Rettungskräfte suchen auf einem Boot nach vermissten Personen im Hochwasser, nachdem der Tropensturm «Khanun» auf Land getroffen ist.
Veröffentlicht am 10. August 2023 um 17:22 Uhr von dpa

Die Ankunft des Taifuns «Khanun» in Südkorea hat zu Überflutungen, Erdrutschen und Gebäudeschäden geführt. Mindestens ein Mensch kam in der südöstlichen Großstadt Daegu ums Leben, wie die nationale Nachrichtenagentur Yonhap berichtete. Der 67-jährige Mann sei an einem überfluteten Fluss bewusstlos gefunden und später für Tod erklärt worden. In Daegu werde zudem eine Person vermisst. Sie habe sich in einem Rollstuhl befunden, als sie ebenfalls in einen über die Ufer getretenen Fluss gefallen sei.

Der Tropensturm hatte am Donnerstagmorgen den Südosten mit heftigen Regenfällen und starken Windböen erreicht. Er zog nach Angaben des Wetteramts in nördlicher Richtung langsam weiter über das Land, bevor er voraussichtlich in der Nacht zum Freitag über die Grenze nach Nordkorea abziehen werde.

Tausende Menschen wurden aufgerufen, wegen Überschwemmungsgefahr ihre Wohnungen zu räumen. Südkoreanische Sender berichteten unter anderem über überflutete Küstenstraßen und umgestürzte Bäume in der südöstlichen Hafenmetropole Busan. Auch in anderen Gegenden wurden wegen Überflutungen und Erdrutschen zahlreiche Straßen gesperrt. Hunderte von Flügen und Zugverbindungen wurden gestrichen.

Erst im Juli waren im Süden der koreanischen Halbinsel als Folge starker Regenfälle und Überschwemmungen mehr als 40 Menschen ums Leben gekommen. Die koreanische Halbinsel wird jeden Sommer und Frühherbst von Wirbelstürmen heimgesucht.


Bildnachweis: © Yun Kwan-shick/Yonhap/AP/dpa
Copyright 2023, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten

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