In Pakistan sind seit Beginn der Monsunzeit Ende Juni fast 900 Menschen ums Leben gekommen. Das gab die Nationale Katastrophenschutzbehörde des Landes bekannt. Rund 1,5 Millionen seien bereits evakuiert worden, mehr als 9.000 Häuser seien zerstört oder beschädigt. Nach Angaben von Behörden in der bevölkerungsreichsten Provinz Punjab sind rund vier Millionen Menschen von den Fluten betroffen. Isabel Bogorinsky von der Welthungerhilfe schildert die Situation als «dramatisch». In der Provinz Punjab seien zahlreiche Häuser voll mit Wasser gelaufen, es sei ungewiss, wann die Menschen wieder zurückkehren können. «Gerade in Punjab sind viele Anbauflächen betroffen, was sich auf die Ernährungssicherheit im ganzen Land auswirken kann», sagt Bogorinsky. In der südöstlichen Provinz Sindh droht die Situation in den kommenden Tagen ähnlich zu werden. Behörden führen nach eigenen Angaben nun auch dort Evakuierungen durch. «Wir rechnen damit, dass wir Millionen von Menschen retten müssen. Wir sind mit Lebensmitteln, Medikamenten und Zelten bereit, um sie unterzubringen», sagte Informationsminister der Provinz Sindh, Sharjeel Memon, gegenüber Medien. Extreme Wetterereignisse nehmen in dem südasiatischen Land zu. Im Sommer 2022 erlebte Pakistan eine schwere Flutkatastrophe, die zwischenzeitlich ein Drittel des Landes unter Wasser setzte und 1.700 Menschen das Leben kostete.
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Pakistan: Rund vier Millionen Menschen von Fluten betroffen
Pakistan kämpft weiter mit massiven Überschwemmungen. Behörden weiten Evakuierungen auf den Süden des Landes aus.
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