28. Januar 2024 / Aus aller Welt

Plagiatsforscherin: Detektoren für KI-Texte keine Lösung

«ChatGPT, schreib mir eine Bachelorarbeit» - seit dem neuen Hype um KI sind solche Anfragen möglich. Ob Mensch oder Maschine die Arbeit geschrieben hat, können Unis bislang nur schwer herausfinden.

Es gibt Detektoren-Software, die KI-Verwendung bei Textarbeiten erkennen soll - doch sie ist nicht zuverlässig.
Veröffentlicht am 28. Januar 2024 um 07:26 Uhr von dpa

Ein nicht deklarierter Einsatz von KI-Textgeneratoren wie ChatGPT zum Beispiel in Abschlussarbeiten bleibt aus Expertensicht vorerst schwer nachweisbar. «Die Hoffnung, dass es eine einfache Softwarelösung zum Enttarnen von KI-Texten gibt, wird sich nicht erfüllen», sagte die Berliner Plagiatsforscherin Debora Weber-Wulff (Hochschule für Technik und Wirtschaft) der Deutschen Presse-Agentur.

«Es gibt zwar sehr viel angebliche Detektoren-Software, aber sie tut nicht das, was sie soll.» Manche der Hersteller hätten Mängel auch selbst eingeräumt und auf Grenzen der Verlässlichkeit hingewiesen.

ChatGPT ist ein Chatbot, der auf Nutzerbefehle hin Texte auf dem Sprachniveau eines Menschen formulieren und etwa Informationen zusammenfassen kann. Die Veröffentlichung Ende 2022 löste einen Hype um Künstliche Intelligenz (KI) aus - und im Hochschulbereich auch Sorgen vor unkritischer Verwendung oder gar Täuschung durch Studierende. Mittlerweile gibt es auch Programme, mit denen man so erstellten Texten auf die Schliche kommen soll.

Weber-Wulff hat an einer Studie mitgearbeitet, für die 14 angebliche KI-Detektoren getestet wurden. Demnach lieferten diese Tools keine verlässlichen Ergebnisse, wenn es um die Frage ging, ob ein Mensch oder eine Maschine einen Text verfasst hat. Davon berichtete das Forschungsteam Ende 2023 im «International Journal for Educational Integrity». Die Studie macht als Kernproblem aus, dass rund jeder fünfte mit KI erzeugte Text nicht als solcher erkannt wurde.


Bildnachweis: © Frank Rumpenhorst/dpa
Copyright 2024, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten

Meistgelesene Artikel

Rückruf von Dattel-Kugeln ausgeweitet
Aus aller Welt

Betroffen ist ein Artikel des Hamburger Snackunternehmens Foodloose. Kunden sollten vom Verzehr absehen, wenn die Verpackung eine bestimmte Chargennummer trägt.

weiterlesen...
Osterfeuer für das „Abenteuer Alpen“ – Die KjG Neuenkirchen lädt ein!
Stadt Rietberg

Besucher erwartet ein Abend mit Andacht, Feuer, Bratwurst und Getränken

weiterlesen...
«Es geht ihm schlecht» - Lage des Buckelwals unverändert
Aus aller Welt

Seit Tagen hält das Drama um den Buckelwal in der Ostsee an. Die Menschen in Deutschland fiebern mit - wird er sich erneut befreien können? Die Experten hoffen auf die Dunkelheit.

weiterlesen...

Neueste Artikel

Backhaus zur Wal-Rettung: «Müssen das Konzept überarbeiten»
Aus aller Welt

Der geplante Einsatz von Luftkissen zur Rettung des Buckelwals vor Poel ist vom Tisch. Umweltminister Till Backhaus fordert eine Überarbeitung des Konzepts.

weiterlesen...
Backhaus: Netz im Wal-Maul nicht aus Mecklenburg-Vorpommern
Aus aller Welt

«Wir können garantieren, dass das Netz, das er mitgeschleppt hat, nicht aus unseren Gefilden kommt», sagt Umweltminister Till Backhaus bei einer Pressekonferenz.

weiterlesen...

Weitere Artikel derselben Kategorie

Backhaus zur Wal-Rettung: «Müssen das Konzept überarbeiten»
Aus aller Welt

Der geplante Einsatz von Luftkissen zur Rettung des Buckelwals vor Poel ist vom Tisch. Umweltminister Till Backhaus fordert eine Überarbeitung des Konzepts.

weiterlesen...
Backhaus: Netz im Wal-Maul nicht aus Mecklenburg-Vorpommern
Aus aller Welt

«Wir können garantieren, dass das Netz, das er mitgeschleppt hat, nicht aus unseren Gefilden kommt», sagt Umweltminister Till Backhaus bei einer Pressekonferenz.

weiterlesen...
ANZEIGE – Premiumpartner