30. Dezember 2025 / Aus aller Welt

Rote Unterhose fürs Glück – Italiens Silvester-Trend

Rot, aber bitte drunter: An Silvester schwören viele Italienerinnen und Italiener auf rote Unterwäsche. Der Brauch soll Glück, Liebe und Wohlstand fürs neue Jahr bringen – und füllt manchen Laden.

Geschenkte rote Unterwäsche, in der Silvesternacht getragen, soll Glück im neuen Jahr bringen.
Veröffentlicht am 30. Dezember 2025 um 05:00 Uhr von dpa

Silvester in Italien beginnt nicht erst um Mitternacht, sondern schon morgens in der Wäscheschublade. Rot ist angesagt bei der Unterwäsche. Rote Dessous sollen Glück, Liebe und Wohlstand fürs neue Jahr bringen. 

In Schaufenstern und Online-Shops sind die Angebote zu sehen. Rot sei derzeit besonders gefragt, sagt eine Verkäuferin in einem großen Warenhaus in Rom. Manche griffen sogar zum roten Nachthemd, heißt es im römischen Fachgeschäft Rossati für Pyjamas und Bettwäsche. Der Tradition ist nicht nur in Italien verbreitet, sondern etwa auch in Spanien bekannt. 

Woher der Unterhosen-Brauch stammt, ist nicht eindeutig geklärt. Eine Theorie führt nach China, wo die Farbe Rot seit jeher für Glück und Wohlstand steht und etwa bei Hochzeiten eine wichtige Rolle spielt. Eine andere Spur reicht bis ins alte Rom zur Zeit von Kaiser Augustus zurück. Damals galt Purpur als Kaiserfarbe und Symbol für Erfolg und Glück.

Glücksfarbe mit jahrhundertealter Geschichte

Rot werde seit der Antike auch genutzt, um böse Geister und Unheil zu vertreiben, schreibt ein italienischer Unterwäsche-Anbieter auf seiner Website. Die Farbe stehe für Kraft und Liebe, für Glück und Leidenschaft – und sei zugleich frech und sexy. Ein Anbieter im Internet rät pragmatisch: «Ob man daran glaubt oder nicht – ein Versuch schadet nicht.» 

Fast wie eine Erfindung geschäftstüchtiger Verkäufer wirkt die zusätzliche Traditionsregel, dass die Wäsche neu sein und am Neujahrstag nach nur einmaligem Tragen weggeworfen werden soll. Das helfe, auch negative Gedanken loszuwerden, heißt es. Außerdem müsse die Unterwäsche ein Geschenk sein. Selbst gekauft, so der Aberglaube, verliere sie ihre Wirkung. 

Linsengericht für Geldsegen 

Noch stärker aufs Monetäre zielt ein weiterer Silvesterbrauch in Italien: Punkt Mitternacht kommt oft ein Linsengericht auf den Tisch. Die Hülsenfrüchte erinnern in ihrer Form an Münzen – und werden beim Kochen sogar größer. Das soll Geldsegen und Wohlstand im neuen Jahr bringen.


Bildnachweis: © Sabine Dobel/dpa
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