10. Januar 2024 / Aus aller Welt

Rutschgefahr: Zoo schützt Tiere vor Eis und Glätte

Manche Tiere blühen bei der Kälte regelrecht auf und werden aktiv. Andere müssen vor Erfrierungen geschützt werden - und vor Knochenbrüchen.

Die Flamingos im Zoo Berlin sind während der aktuellen Minusgrade in einem Stall untergebracht. Mit ihren grazilen Beinen könnten sich die Tiere an scharfkantigem Eis Verletzungen zuziehen...
Veröffentlicht am 10. Januar 2024 um 05:26 Uhr von dpa

Rutsch- und Knochenbruchgefahr: Die aktuellen Minusgrade können für einige Tiere in Zoo- und Tierparks gefährlich werden, etwa für Flamingos: «Mit ihren grazilen Beinen könnten sich die Tiere an scharfkantigem Eis Verletzungen zuziehen oder ausrutschen», sagte Sprecherin und Artenschutzleiterin Katharina Sperling vom Berliner Zoo der dpa. In einem Stall seien die Tiere daher momentan besser aufgehoben. 

«Schnee und Eis können auch den langen Beinen der Giraffen gefährlich werden – es besteht akute Rutschgefahr, die Knochenbrüche zur Folge haben könnten», so Sperling. «Kurze Ausflüge auf die Außenanlagen sind jedoch auch bei Kälte möglich.» Alle Ställe seien zur kalten Jahreszeit beheizt und teilweise zusätzlich mit UV-Lampen ausgestattet. «Dort, wo es nötig ist, steht den Tieren ein warmer Rückzugsort zur Verfügung», erklärte sie.

Nur kurze Spaziergänge für Elefanten

Auch bei Elefanten müsse die Zeit an der frischen Luft reduziert werden. Ihr Winterspaziergang könne bei Schnee und extremen Minusgraden sogar ganz ausfallen, erklärte Sperling. «Die Schwergewichte könnten sich ansonsten Erfrierungen an ihren Füßen oder Ohren zuziehen.»

Für einige Tiere sei der Winter jedoch sogar die bevorzugte Jahreszeit. «Rentiere zeigen sich in der kalten Jahreszeit besonders aktiv, denn sie sind an die Temperaturen in Polarregionen optimal angepasst», so die Sprecherin. Die hohlen Deckhaare der Rentiere bilden demnach neben dem dichtem Unterfell eine wirkungsvolle Isolierschicht. 

Auch der Schneeleopard sei für das Leben in Schnee und Eis bestens ausgerüstet. «Das Fell ist insbesondere im Winter extrem lang und dicht. Bei besonderer Kälte legt er seinen langen, buschigen Schwanz als Kälteschutz über seinen Körper.»


Bildnachweis: © Jens Kalaene/dpa
Copyright 2024, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten

Meistgelesene Artikel

Jetzt noch eine Ausbildung im Handwerk beginnen? Es ist nicht zu spät!
Kreishandwerkerschaft Gütersloh-Bielefeld

Obwohl der offizielle Start des Ausbildungsjahres am 1. August liegt, ist es keineswegs zu spät, sich auch jetzt oder...

weiterlesen...
Sonnenfinsternis - Wo könnte es noch Schutzbrillen geben?
Aus aller Welt

Am Mittwoch sollen bis zu 90 Prozent der Sonne verschwinden. Wer das Schauspiel beobachten will, braucht speziellen Augenschutz. Doch wo könnte es jetzt noch die passende «SoFi-Brille» geben?

weiterlesen...
Goldener Kamm in Gütersloh
Kreishandwerkerschaft Gütersloh-Bielefeld

Am 11. Oktober treten die besten Nachwuchsfriseure aus Nordwestdeutschland in der Stadthalle Gütersloh gegeneinander...

weiterlesen...

Neueste Artikel

Schwere Unwetter in Rheinland-Pfalz - Schäden und Verletzte
Aus aller Welt

Nach heftigen Unwettern in Rheinland-Pfalz kämpfen Einsatzkräfte gegen zahlreiche Sturmschäden. Das genaue Ausmaß ist laut Polizei noch unklar.

weiterlesen...
Unwetter-Datenbank: Schäden durch Tornado in Fürstenwalde
Aus aller Welt

Die Europäische Unwetter-Datenbank listet einen Tornado in Fürstenwalde. Welche Schäden es gibt.

weiterlesen...

Weitere Artikel derselben Kategorie

Schwere Unwetter in Rheinland-Pfalz - Schäden und Verletzte
Aus aller Welt

Nach heftigen Unwettern in Rheinland-Pfalz kämpfen Einsatzkräfte gegen zahlreiche Sturmschäden. Das genaue Ausmaß ist laut Polizei noch unklar.

weiterlesen...
Unwetter-Datenbank: Schäden durch Tornado in Fürstenwalde
Aus aller Welt

Die Europäische Unwetter-Datenbank listet einen Tornado in Fürstenwalde. Welche Schäden es gibt.

weiterlesen...
ANZEIGE – Premiumpartner