Für ein kleines italienisches Kind besteht nach einer misslungenen Verpflanzung eines Spenderherzens infolge eines Transportfehlers praktisch keine Hoffnung mehr. Ein Ärztegremium aus verschiedenen Kliniken kam am Nachmittag in Neapel zu der Einschätzung, dass eine nochmalige Operation des Zweijährigen aus medizinischer Sicht keinen Sinn mehr habe. Das Kind liegt seit fast zwei Monaten in der süditalienischen Großstadt auf der Intensivstation eines Krankenhauses. Beim Transport war das Ersatzorgan falsch gekühlt worden. Das Schicksal des kleinen Jungen beschäftigt ganz Italien. In den vergangenen Tagen gab es von Ärzten unterschiedliche Einschätzungen, ob er noch einmal operiert werden kann. Deshalb reisten Herz-Chirurgen vier verschiedener Kliniken am Mittwoch nach Neapel. Nach ihrem Besuch am Krankenbett wurde eine Mitteilung veröffentlicht. Darin heißt es: «Auf der Grundlage der letzten Untersuchungen wird festgestellt, dass der Zustand des Kindes nicht mit einer neuen Transplantation vereinbar ist.» Die Eltern seien informiert worden. Der Junge leidet seit seiner Geburt an einem schweren Herzfehler. Kurz vor Weihnachten wurde nach langem Warten ein Spenderherz gefunden. Beim Transport wurde das Ersatzorgan jedoch nicht wie üblich in herkömmlichem Eis transportiert, sondern kam mit deutlich kälterem Trockeneis in Kontakt. Dadurch sei es «buchstäblich erfroren», heißt es. Trotzdem wurde das Herz transplantiert. Seither wird der Junge von einer Maschine am Leben gehalten. Inzwischen wird gegen sechs Ärzte und Sanitäter ermittelt.
Bildnachweis: © Felice De Martino/IPA via ZUMA Press/dpa
Copyright 2026, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten
Ärzte sehen keine Chance mehr für herzkrankes Kind
Nach einer misslungenen Transplantation liegt ein Zweijähriger in Italien seit Wochen auf der Intensivstation. Sein Schicksal bewegt das ganze Land. Nun bekommen die Eltern eine Hiobsbotschaft.
Meistgelesene Artikel
Besucher erwartet ein Abend mit Andacht, Feuer, Bratwurst und Getränken
- 29. März 2026
«Es geht ihm schlecht» - Lage des Buckelwals unverändert
Seit Tagen hält das Drama um den Buckelwal in der Ostsee an. Die Menschen in Deutschland fiebern mit - wird er sich erneut befreien können? Die Experten hoffen auf die Dunkelheit.
- 15. April 2026
Erneute Auszeichnung für drei starke Innungsbetriebe
Drei Betriebe aus dem Bereich des Lebensmittelhandwerks dürfen sich erneut über eine besondere Anerkennung freuen: Die...
Neueste Artikel
- 17. April 2026
Rettungsaktion für den Buckelwal wird fortgesetzt
Die Rettungsaktion für den gestrandeten Buckelwal vor der Insel Poel läuft weiter. Der Ausgang der aufwendigen Aktion ist ungewiss.
- 17. April 2026
Limo, Tiefkühlpizza, Wurst - für Kinder besonders schädlich?
Hochverarbeitete Lebensmittel wie Chips oder Wurst sind bei Kindern oft beliebt. Doch wer zu viel davon isst, kann dick werden. Fachleute erläutern, welche Folgen das noch haben kann.
Weitere Artikel derselben Kategorie
- 17. April 2026
Rettungsaktion für den Buckelwal wird fortgesetzt
Die Rettungsaktion für den gestrandeten Buckelwal vor der Insel Poel läuft weiter. Der Ausgang der aufwendigen Aktion ist ungewiss.
- 17. April 2026
Limo, Tiefkühlpizza, Wurst - für Kinder besonders schädlich?
Hochverarbeitete Lebensmittel wie Chips oder Wurst sind bei Kindern oft beliebt. Doch wer zu viel davon isst, kann dick werden. Fachleute erläutern, welche Folgen das noch haben kann.





