26. Mai 2025 / Aus aller Welt

«Schlachthof des Grauens»: Fleischskandal in Madrid enthüllt

Die Polizei legt in Spanien illegalen Fleischhändlern das Handwerk. Die Ermittler stoßen bei Durchsuchungen auf schockierende Zustände.

Auf dem von der spanischen Guardia Civil zur Verfügung gestellten Bild ist ein Schlachthof zu sehen, der Fleisch von zum Teil stark unterernährten und kranken Schafen und Ziegen illegal v...
Veröffentlicht am 26. Mai 2025 um 19:48 Uhr von dpa

Die Polizei hat in Spanien ein kriminelles Netzwerk zerschlagen, das Fleisch von zum Teil stark unterernährten und kranken Schafen und Ziegen illegal vertrieben haben soll. Die Ware sei den Erkenntnissen zufolge ohne jegliche Kontrolle unter anderem an mindestens neun asiatische Restaurants sowie online auch an Privathaushalte verkauft worden, teilte die Polizeieinheit Guardia Civil mit. Betroffen war demnach vor allem die Region Madrid. Fünf Personen wurden festgenommen, gegen zwölf weitere wird ermittelt. Vier Restaurants wurden von den Behörden vorsorglich geschlossen.

Ein Polizeisprecher sagte auf einer Pressekonferenz, bei der Durchsuchung mehrerer illegaler Schlachthöfe habe man zum Beispiel allein in San Fernando de Henares östlich der spanischen Hauptstadt mehr als 200 zusammengepferchte kranke und sterbende Tiere entdeckt. Diese seien inmitten von Schmutz, abgetrennten Tierköpfen und Ratten gehalten worden. Mehr als 350 Tiere, die stark unterernährt, unheilbar krank oder teils missgebildet waren, habe man notschlachten müssen, hieß es.

Neben dem Betrieb in San Fernando - Medien wie die Zeitung «El País» sprachen von einem «Schlachthof des Grauens» - und Restaurants durchsuchte die Umweltschutzabteilung der Guardia Civil (Seprona) auch nicht angemeldete Viehzuchten und Schlachtanlagen sowie Industriehallen in den Provinzen Ávila, Toledo und Madrid. Den Festgenommenen werden unter anderem Tierquälerei, Verstöße gegen die öffentliche Gesundheit, Urkundenfälschung, Mitgliedschaft in einer kriminellen Vereinigung und Geldwäsche vorgeworfen.


Bildnachweis: © ---/Guardia Civil de España/dpa
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