Der renommierte Münchner Herzchirurg Bruno Reichart erwartet für den weltweit zweiten Patienten mit einem Schweineherz gute Überlebenschancen. Der 58 Jahre alte Mann, der an der Uniklinik in Baltimore in den USA vor kurzem das Herz eines gentechnisch veränderten Schweines eingepflanzt bekommen hatte, habe vor der Operation einen Herzstillstand erlitten und sei sehr krank gewesen, sagte Reichart der Deutschen Presse-Agentur. Aber: «Er hat wirklich eine Chance, dass er lange überlebt.» Er sei in viel besserem Zustand als der erste Patient, dem im Januar 2022 ebenfalls in Baltimore ein genetisch verändertes Schweineherz als Ersatzorgan implantiert worden war und der zwei Monate später starb, sagte Reichart. «Dieser Patient hätte auch mit einem menschlichen Herz nicht überlebt.» Bei dem zweiten Patienten scheine es nun keine großen Komplikationen gegeben zu haben. «Dass es funktionieren kann, da habe ich keine Zweifel», sagte Reichart über die Methode der sogenannten Xeno-Transplantation. Auch in Deutschland sind in absehbarer Zeit ähnliche Eingriffe geplant. Herzchirurg Reichart, der rund tausend Menschen ein neues Herz eingesetzt hat und erfolgreich Europas erste Herz-Lungen-Leber-Verpflanzung unternahm, arbeitet mit einem Team des LMU Klinikum Großhadern seit Jahren an der Schweinherztransplantation.
Bildnachweis: © Mark Teske/University of Maryland School of Medicine/dpa
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Schweineherz-Patient hat «Chance, dass er lange überlebt»
Der weltweit erste Patient mit transplantiertem Schweineherz überlebte nur zwei Monate. Nun haben US-Ärzte den Eingriff erneut versucht. Ein deutscher Fachmann ist optimistisch.
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