Mindestens 28 Jahre muss der Patientenmörder Niels Högel im Gefängnis bleiben. Wie das Landgericht Oldenburg mitteilte, ist der entsprechende Beschluss vom 17. März rechtskräftig. Demnach haben weder der Verurteilte noch die Staatsanwaltschaft Rechtsmittel gegen die Entscheidung eingelegt. Das Landgericht Oldenburg hatte Högel im Jahr 2019 wegen 85-fachen Mordes zu lebenslanger Haft verurteilt. Die Kammer stellte die besondere Schwere der Schuld fest. Das schließt eine vorzeitige Haftentlassung nach 15 Jahren in der Regel aus. Högel hatte schwer kranken Menschen in den Jahren 2000 bis 2005 an Kliniken in Oldenburg und Delmenhorst Medikamente gespritzt, um sich bei einer anschließenden Reanimierung als Retter zu präsentieren. Viele Patienten überlebten nicht. Dem Urteil zufolge handelte er aus niedrigen Beweggründen und teilweise aus Heimtücke. Es sei ihm um die «Gier nach Spannung» gegangen, sagte der Richter damals. Högel sitzt seit 2009 im Gefängnis - wegen anderer Urteile in dem Fall. Er beantragte, die Mindesthaftzeit zu bestimmen. Die Staatsanwaltschaft forderte daraufhin 28 Jahre, diesen Zeitraum legte das Gericht letztlich fest. Ob der verurteilte Serienmörder tatsächlich nach 28 Jahren freikommt, ist unklar. Auch eine längere Haftzeit ist möglich. Vor einer möglichen Entlassung wird durch ein psychiatrisches Gutachten geprüft, ob Högel gefährlich ist.Wann der Serienmörder entlassen wird, ist unklar
Bildnachweis: © Hauke-Christian Dittrich/dpa
Copyright 2026, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten
Serienmörder Högel bleibt noch viele Jahre in Haft
Als Krankenpfleger ermordete er 85 Menschen und wurde deshalb zu lebenslanger Haft verurteilt. Doch wie viele Jahre muss Niels Högel tatsächlich im Gefängnis bleiben?
Meistgelesene Artikel
- 16. April 2026
Rückruf von Dattel-Kugeln ausgeweitet
Betroffen ist ein Artikel des Hamburger Snackunternehmens Foodloose. Kunden sollten vom Verzehr absehen, wenn die Verpackung eine bestimmte Chargennummer trägt.
- 15. April 2026
Erneute Auszeichnung für drei starke Innungsbetriebe
Drei Betriebe aus dem Bereich des Lebensmittelhandwerks dürfen sich erneut über eine besondere Anerkennung freuen: Die...
- 4. Mai 2026
Save the Date: Goldener Kamm in Gütersloh
Am 11. Oktober treten die besten Nachwuchsfriseure aus Nordwestdeutschland in der Stadthalle Gütersloh gegeneinander...
Neueste Artikel
Ein Notruf aus einer Bank löst einen Großeinsatz der Polizei aus. Einen Tatverdächtigen haben die Fahnder noch nicht gefasst.
Nach dem Hantavirus-Ausbruch auf der «Hondius» sind Rückführungsflüge für deutsche und andere europäische Passagiere geplant. Nun ist bekannt, wann es für sie nach Ankunft in Teneriffa weitergeht.
Weitere Artikel derselben Kategorie
Ein Notruf aus einer Bank löst einen Großeinsatz der Polizei aus. Einen Tatverdächtigen haben die Fahnder noch nicht gefasst.
Nach dem Hantavirus-Ausbruch auf der «Hondius» sind Rückführungsflüge für deutsche und andere europäische Passagiere geplant. Nun ist bekannt, wann es für sie nach Ankunft in Teneriffa weitergeht.





