Erstmals seit einem Monat liegt die Sieben-Tage-Inzidenz bei den Corona-Infektionen wieder im zweistelligen Bereich: Das Robert Koch-Istitut (RKI) gab den Wert am Sonntagmorgen mit 10 an (Vortag: 9,4). Die Sieben-Tage-Inzidenz war seit Ende April kontinuierlich gesunken und seit dem 19. Juni einstellig. Seit dem 7. Juli war sie dann wieder gestiegen. Binnen eines Tages haben die Gesundheitsämter in Deutschland dem RKI 1292 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Das geht aus Zahlen vom Sonntagmorgen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 04.14 Uhr wiedergeben. Zum Vergleich: Vor einer Woche hatte der Wert bei 745 Ansteckungen gelegen. Experten hatten mit der Ausbreitung der Delta-Variante einen Anstieg der Inzidenz erwartet. Diese ansteckendere Virus-Version dominiert das Infektionsgeschehen mittlerweile und wurde zuletzt in etwa drei Vierteln der untersuchten Proben nachgewiesen. Wie der Anstieg der Inzidenz zu bewerten ist, wird unter Experten diskutiert. Bisher war der Wert Grundlage für viele Corona-Einschränkungen, etwa im Rahmen der Ende Juni ausgelaufenen Bundesnotbremse. Künftig sollen weitere Werte wie Krankenhauseinweisungen stärker berücksichtigt werden. Experten plädieren zudem dafür, bei der Bewertung der Inzidenzentwicklung auch das Alter der Infizierten zu betrachten, weil etwa ältere Menschen besonders anfällig für schwere Verläufe sind. Vorschlag neuer «Warnwert» Am Sonntag unterstützte die Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern, Manuela Schwesig, einen Vorschlag ihrer rheinland-pfälzischen Kollegin Malu Dreyer, künftig einen neuen «Warnwert» zur Bewertung der Corona-Lage zu etablieren. «Ich unterstütze den Vorschlag, dass sich Bund und Länder auf einen neuen bundeseinheitlichen Warnwert zur Coronalage verständigen, ausdrücklich», sagte die SPD-Politikerin den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. «Wir müssen zukünftig stärker Impfungen und Krankenhausbelastungen berücksichtigen.» Für das RKI geben die derzeit deutlich ansteigenden Fallzahlen Anlass zur Sorge. Allerdings werde die Gefährdung für vollständig Geimpfte als moderat eingeschätzt, heißt es im Lagebericht vom Freitag. Alle in Deutschland verfügbaren Impfstoffe schützten bei vollständiger Impfung auch vor der Delta-Variante. Deutschlandweit wurde den neuen Angaben zufolge binnen 24 Stunden drei Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es sechs Tote gewesen. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 3.744.681 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden. Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit 3.639.300 an. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 91.362.1292 Corona-Neuinfektionen
Drei neue Todesfälle
Bildnachweis: © Fabian Sommer/dpa
Copyright 2021, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten
Sieben-Tage-Inzidenz springt auf zweistelligen Wert
Seit knapp zwei Wochen steigt die Inzidenz in Deutschland wieder an. Wie gut der Wert die Gefährlichkeit des Infektionsgeschehen derzeit abbildet, wird in Wissenschaft und Politik diskutiert.
Meistgelesene Artikel
- 16. April 2026
Rückruf von Dattel-Kugeln ausgeweitet
Betroffen ist ein Artikel des Hamburger Snackunternehmens Foodloose. Kunden sollten vom Verzehr absehen, wenn die Verpackung eine bestimmte Chargennummer trägt.
- 4. Mai 2026
Save the Date: Goldener Kamm in Gütersloh
Am 11. Oktober treten die besten Nachwuchsfriseure aus Nordwestdeutschland in der Stadthalle Gütersloh gegeneinander...
- 22. April 2026
Den Frühling im Groove Garden begrüßen
Electronic-Music-Open-Air am 1. Mai im Parkteil Nord Rietberg. Zum Start in den Mai gibt's im Gartenschaupark Rietberg...
Neueste Artikel
Das war es nun mit «Timmy»: Eine private Initiative wollte dem mehrfach an der Ostseeküste gestrandeten Buckelwal ein weiteres Leben in Freiheit im offenen Meer ermöglichen. Doch daraus wurde nichts.
- 16. Mai 2026
Ebola im Kongo: 13 Fälle seltener Variante bestätigt
Bei einem Ebola-Ausbruch in Zentralafrika weisen Labortests eine seltene Variante der tödlichen Fieberkrankheit auf. Für diese gibt es laut WHO keinen zugelassenen Impfstoff.
Weitere Artikel derselben Kategorie
Das war es nun mit «Timmy»: Eine private Initiative wollte dem mehrfach an der Ostseeküste gestrandeten Buckelwal ein weiteres Leben in Freiheit im offenen Meer ermöglichen. Doch daraus wurde nichts.
- 16. Mai 2026
Ebola im Kongo: 13 Fälle seltener Variante bestätigt
Bei einem Ebola-Ausbruch in Zentralafrika weisen Labortests eine seltene Variante der tödlichen Fieberkrankheit auf. Für diese gibt es laut WHO keinen zugelassenen Impfstoff.





