16. April 2022 / Aus aller Welt

Tuner-Szene trifft sich am «Car-Freitag»

Allein rund um den Nürburgring in der Eifel waren am «Car-Freitag» Zehntausende Autofans unterwegs. Die Polizei hatte einiges zu tun, größere Zwsichenfälle gab es aber nicht.

Polizeibeamte kontrollieren einen Porsche am «Car-Freitag» in Düsseldorf.
Veröffentlicht am 16. April 2022 um 14:13 Uhr von dpa

Die Polizeiaktionen zum sogenannten Car-Freitag ziehen zahlreiche Anzeigen und Bußgelder wegen überhöhter Geschwindigkeit sowie sichergestellte Fahrzeuge nach sich.

Allein in Hessen wurden landesweit 1439 Fahrzeuge kontrolliert, 46 Straftaten registriert und 441 Ordnungswidrigkeiten angezeigt, wie das Landeskriminalamt in Wiesbaden am Samstag bilanzierte. Elf Fahrzeuge seien vorläufig aus dem Verkehr gezogen worden. Alles in allem hätten sich die Verkehrsteilnehmer aber überwiegend vernünftig und regelkonform verhalten, hieß es.

Der Karfreitag gilt als Auftaktdatum für Treffen der Autoposer- und Tuner-Szene, rund um den Nürburgring in der Eifel waren etwa Zehntausende Autobegeisterte unterwegs. In vielen Regionen geht die Polizei an diesem Tag mit großem Aufwand gegen verbotene Rennen, Manipulationen an Fahrzeugen und Geschwindigkeitsübertretungen vor.

Bei Geschwindigkeitsmessungen auf den Zufahrtsstraßen zum Nürburgring erwischten die Beamten einen Autofahrer mit 140 Stundenkilometern in der 70er-Zone und zogen ihn aus dem Verkehr. In einem anderen Fall war ein Wagen in der 50er-Zone mit 119 Stundenkilometern unterwegs. In beiden Fällen wurden Fahrverbote erteilt.

Im Harz trafen sich etwa 1000 Mitglieder der Tuning-Szene am Karfreitag mit ungefähr 600 Autos bei der Rappbodetalsperre. Weil der Parkplatz der Talsperre völlig überlastet war, wurde teils am Straßenrand geparkt, wie die Polizei am Samstag mitteilte. Weil sich auch 70 Fahrzeuge und etwa 400 Menschen direkt im Tunnel der Rappbodetalsperre befanden, musste dieser zeitweise gesperrt werden. Insgesamt wurden in Sachsen-Anhalt bei den Kontrollen 81 Ordnungswidrigkeiten festgestellt und zwei Strafverfahren eingeleitet. So hatten zum Beispiel 17 Fahrer und Fahrerinnen unerlaubte Umbauten an ihren Autos vorgenommen, wodurch die Betriebserlaubnis erloschen war.

In Dortmund, lange Zeit einer der Hotspots der Raser-Szene, blieb es nach Angaben der Polizei am «Car-Freitag» diesmal ungewöhnlich ruhig. Dennoch gab es 34 Ordnungswidrigkeitsanzeigen und 44 Verwarngelder. Fünf Fahrzeuge wurden sichergestellt. In Düsseldorf hatten drei der überprüften Luxuskarossen keinen gültigen Versicherungsschutz und wurden stillgelegt.

Bei Kontrollen im Südwesten Deutschlands - im Landkreis Göppingen und der Region Ulm - stellten Beamte an insgesamt 30 Autos und Motorrädern Mängel fest, 15 Fahrer durften deshalb nicht mehr weiterfahren. 5 Fahrer erhalten eine Anzeige wegen Posings, unnötigen Gasgebens und weitere 13, weil sie zu schnell unterwegs waren. Auch zwei laut Polizei an einem illegalen Straßenrennen beteiligte Fahrer müssen mit einer Anzeige rechnen.


Bildnachweis: © David Young/dpa
Copyright 2022, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten

Meistgelesene Artikel

14-Jähriger angeschossen - 20-Jähriger mit Stichverletzungen
Aus aller Welt

Spätabends schießen Maskierte in Hamburg auf einen 14-Jährigen. Die Polizei findet einen zweiten Verletzten, aber keinen Tatverdächtigen. Ist ein Streit eskaliert?

weiterlesen...
Hurrikan «Polo» rückt an: Mexiko schließt Häfen und Schulen
Aus aller Welt

Der starke Wirbelsturm bewegt sich sehr langsam im Pazifik voran. In den kommenden Tagen soll «Polo» Starkregen nach Mexiko bringen. Die Behörden befürchten Überschwemmungen und Erdrutsche.

weiterlesen...
FAS NRW feiert 25 Jahre Suchtselbsthilfe im NRW-Landtag
Aktuell

Rund 170 Gäste feierten das Jubiläum des FAS NRW. Im Mittelpunkt standen mehr Teilhabe, Akzeptanz und die Mitgestaltung der Suchthilfe.

weiterlesen...

Neueste Artikel

Nach gescheiterter Hinrichtung: Pike verlässt Krankenhaus
Aus aller Welt

Nach der gescheiterten Hinrichtung in Tennessee machte Christa Pike zuletzt gesundheitliche Fortschritte. Jetzt hat sie das Krankenhaus verlassen.

weiterlesen...
Erste Bilanz: Keine Toten bei Erdbeben in Panama
Aus aller Welt

Verglichen mit den jüngsten Erdbeben in Venezuela und Kolumbien fällt die erste Katastrophenbilanz in Panama recht glimpflich aus. Es gab mindestens 27 Verletzte.

weiterlesen...

Weitere Artikel derselben Kategorie

Nach gescheiterter Hinrichtung: Pike verlässt Krankenhaus
Aus aller Welt

Nach der gescheiterten Hinrichtung in Tennessee machte Christa Pike zuletzt gesundheitliche Fortschritte. Jetzt hat sie das Krankenhaus verlassen.

weiterlesen...
Erste Bilanz: Keine Toten bei Erdbeben in Panama
Aus aller Welt

Verglichen mit den jüngsten Erdbeben in Venezuela und Kolumbien fällt die erste Katastrophenbilanz in Panama recht glimpflich aus. Es gab mindestens 27 Verletzte.

weiterlesen...
ANZEIGE – Premiumpartner