Auf Mallorca hat ein ukrainischer Seemann als Reaktion auf die Invasion seines Heimatlandes nach Berichten versucht, die Jacht seines russischen Arbeitgebers zu versenken. Die Polizei der spanischen Urlaubsinsel nahm den Mann am Sonntag fest, wie die Regionalzeitungen «Diario de Mallorca» und «Última Hora» sowie andere spanische Medien unter Berufung auf die mallorquinischen Behörden meldeten. Die Polizeieinheit Guardia Civil (Zivilgarde) in Palma bestätigte auf Anfrage diese Berichte. Die Tat ereignete sich den Berichten zufolge am Samstag im Nobelhafen Porto Adriano bei Santa Ponsa im Südwesten der Mittelmeerinsel. Der Ukrainer, der als Maschinenwart auf der Luxusjacht «Lady Anastasia» gearbeitet habe, habe unter anderem mehrere Ventile geöffnet. Ziel sei es gewesen, den Maschinenraum zu fluten. Dabei sei die etwa 7 Millionen Euro teure und 48 Meter lange Jacht schwer beschädigt worden, hieß es. Verletzte habe es nicht gegeben. Vor dem Richter habe der aus Kiew stammende Mann die Tat demnach zugegeben und erklärt, er habe aus Rache für den russischen Angriff gehandelt. Sein Chef sei ein ranghoher Angehöriger eines russischen Konzerns, der Kriegswaffen produziere, soll er gesagt haben. Sein Haus in der Ukraine sei beim russischen Angriff zerstört worden, so wurde er zitiert. Nach der Anhörung sei der Mann unter Auflagen auf freien Fuß gesetzt worden. Die «Diario de Mallorca» schrieb, sie habe mit dem Mann gesprochen. Er habe gesagt, dass er vorhabe, bald in die Ukraine zurückzukehren und für sein Land zu kämpfen. Er habe ein Flugticket nach Polen gekauft, hieß es. Aufgrund der gegen ihn laufenden Ermittlungen wird er Spanien aber wohl nicht verlassen dürfen. Auf Mallorca und den anderen Balearen-Inseln leben nach amtlichen Zahlen insgesamt rund 2100 Ukrainer und etwa 2000 Russen.Aus Rache gehandelt
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Ukrainer wollte Jacht eines Russen versenken
Persönliche Rache: Wegen des Angriffs auf sein Heimatland wollte ein auf Mallorca lebender Ukrainer das Schiff seines russischen Chefs versenken. Die Ausreise wird für ihn nun schwierig.
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